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1 Dezember 2019, 08:27
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UNAIDS-Direktorin zum 1. Dezember: Zivilgesellschaft stärken

UNAIDS-Direktorin zum 1. Dezember: Zivilgesellschaft stärken - Bild 1

Zum Welt-Aids-Tag hat die Direktorin von UNAIDS, Winnie Byanyima, die Rolle der so genannten Communitys betont. In ihrer Botschaft zum 1. Dezember sagte sie: „Um Aids zu beenden, ruhen unsere größten Hoffnungen auf den Gemeinschaften an der Basis.“ Gleichzeitig fordert Byanyima die Regierungen der Welt auf, dem Engagement der zivilgesellschaftlichen Communitys Raum zu verschaffen, damit diese ihre Arbeit machen können.

Byanyima leitet seit 1. November 2019 als Direktorin das UN-Programm, das die weltweiten Aktivitäten zu HIV und Aids koordiniert. Zuvor war die gebürtige Uganderin, die sich in Großbritannien zur Luftfahrt-Ingenieurin ausbilden ließ, Direktorin bei der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam. Ihr Vorgänger, Michel Sibidé aus Mali, war wegen fehlender Bereitschaft, Missstände bei UNAids aufzuklären, in die Kritik geraten. Byanyima hatte erst Anfang letzter Woche in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Guardian“ betont, der bisher bekannt gewordene Machtmissbrauch bei UNAids sei „nur die Spitze des Eisbergs“. Sie wolle das Vertrauen in ihre Behörde mit einem bewusst feministischen Ansatz wiederherstellen. Mit Byanyima steht zum ersten Mal eine Frau an der Spitze von UNAids.

In ihrer Grußbotschaft zum Welt-Aids-Tag weist Byanyima deutlich auf die Bedeutung der Communitys im Einsatz gegen HIV hin: „Allen Widrigkeiten zum Trotz haben sich schwule Männer, Menschen in der Sexarbeit und Menschen mit Drogengebrauch selbst organisiert, um ihr Recht auf Gesundheit als Gleichberechtigte selbst einzufordern.“ Doch das Engagement der Gemeinschaften an der Basis sei viel zu lange als selbstverständlich hingenommen worden. Das müsse sich ändern, denn „Menschenrechte zu verteidigen und sich gegen Diskriminierung, Kriminalisierung und Stigmatisierung zu stellen, ist heutzutage vielerorts ein Risiko.“

Nach Angaben von UNAids lebten Ende 2018 weltweit rund 38 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Bis Juni 2019 hatten nur rund 25 Millionen Zugang zu antiretroviraler Therapie. Etwa 1,7 Millionen haben sich im Jahr 2018 neu mit HIV angesteckt. Den größten Zuwachs an HIV-Infektionen beschreibt UNAids für Osteuropa und Zentralasien.

Autor*in: Harriet Langanke
Foto: UNAIDS

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