<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"><channel><title>Life4me.plus (de)</title><language>de</language><link>https://life4me.plus/</link><atom:link href="/de/rss/" rel="self" type="application/rss+xml"/><description>Eines der Hauptziele von Life4me+ — ist neue Fälle von HIV und anderen STIs, Hepatitis C und Tuberkulose zu verhindern. Deshalb sprechen wir über HIV und andere Krankheiten: wie man sich vor ihnen schützt und wie man mit ihnen lebt.</description><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1618832697_607d6d39bf7d9.jpeg" length="68371" type="image/jpeg"/><title>Respekt und Wertschätzung auch in der Sprache vermitteln</title><description>Die Deutsche Aidshilfe (DAH) hat einen „Leitfaden diskriminierungssensible Sprache in Aids- und Selbsthilfe“ entwickelt. Mit einer Broschüre und kurzen Videos wirbt die DAH dafür, sprachliche Gewohnheiten und stereotype Denkmuster zu hinterfragen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >In der Beratung zu HIV, beim Formulieren von Präventionsbotschaften und für Info-Materialien zu Aids gilt wie überall, achtsam in der Wortwahl zu sein. Denn Respekt und Wertschätzung können sich auch in der verwendeten Sprache zeigen.</p>
<p >Die Deutsche <a href="http://www.aidshilfe.de/meldung/sprache-vermittelt-respekt-wertschaetzung" target="_blank" rel="noopener">Aidshilfe</a> (DAH) hat hierfür eine Hilfestellung entwickelt, den „Leitfaden diskriminierungssensible Sprache in Aids- und Selbsthilfe“. Mit einer 52-seitigen Broschüre und kurzen Videos wirbt die DAH dafür, Gewohnheiten und Denkmuster zu hinterfragen. „Die Broschüre versteht sich nicht als Lehrbuch und stellt keineswegs die einzig mögliche Sichtweise dar“, heißt es auf der Homepage. Stattdessen biete sie leicht verständliche Anregungen und konkrete Beispiele.</p>
<p >Ob Migrationshintergrund, Hautfarbe oder nicht-binäre geschlechtliche Identität, Behinderung oder sexuelle Orientierung – unreflektierte Vorurteile oder Stereotype machen sich in der Sprache bemerkbar und können als klischeehaft oder gar verletzend empfunden werden. Der Leitfaden zeigt viele Möglichkeiten auf, diskriminierungssensibel zu sprechen und Beratung zu gestalten. So könne beispielsweise von „Ratsuchenden“ gesprochen werden, wenn der Begriff „Betroffene“ nicht passend erscheint.</p>
<p >Die Broschüre erklärt auch, was es mit den Konzepten von Othering und Framing oder Gendervielfalt auf sich hat und wie sich das auf eine Sprache auswirkt, die „alle einschließt und niemanden vor den Kopf stößt“. Denn ein bewusster Umgang mit Sprache könne, so die DAH, ein allgemeiner Beitrag zum Abbau von Diskriminierung sein.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/respekt-wertschatzung-sprache-7410/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/respekt-wertschatzung-sprache-7410/</guid><pubDate>Thu, 22 Apr 2021 11:04:26 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1618813791_607d235fce23c.jpeg" length="33441" type="image/jpeg"/><title>Ungleichheiten beenden – UNAids stellt Fünfjahresplan vor</title><description>Weltweite Ungleichheiten verhindern es bislang, HIV und Aids zu überwinden. Ein neuer Fünfjahresplan, The Global AIDS Strategy, von UNAids will helfen, solche Ungleichheiten zu beenden. Ende März verabschiedete das Programme Coordinating Board (PCB) von UNAids bei einer außerordentlichen Sitzung das neue Strategiepapier.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Weltweit, so UNAids, verhindern es ungerechte Ungleichheiten, HIV und Aids zu überwinden. Ein neuer Fünfjahresplan will helfen, solche Ungleichheiten zu beenden. Ende März verabschiedete das Programme Coordinating Board (PCB) von UNAids bei einer außerordentlichen Sitzung das neue Strategiepapier. Es heißt „<a href="http://www.unaids.org/sites/default/files/media_asset/global-AIDS-strategy-2021-2026_en.pdf" target="_blank" rel="noopener">The Global AIDS Strategy</a>“ und soll zwischen 2021 und 2026 die Politik der UN-Behörde und ihrer Verbündeten unterstützen.</p>
<p >Covid-19 habe die bestehenden Ungleichheiten, die die Fortschritte bei Aids blockieren, vergrößert, sagte UNAids-Direktorin Winnie Byanyima. Deshalb sei sie froh, dass die neue Strategie das Thema Ungleichheit im Kern angeht. „Wir müssen die Chance ergreifen, Gesundheit für alle zu sichern, um Covid-19 und Aids zu besiegen.“</p>
<p >UNAids wählt mit der neuen Strategie einen neuen Ansatz. Damit sollen Ungleichheiten, die bisher weitere Fortschritte verhindern, identifiziert und beseitigt werden. Vierzig Jahre Erfahrung mit HIV sollen Regierungen, Partner und Gemeinschaften dabei unterstützen, Gesundheitssysteme widerstandsfähiger zu machen und die Menschen ins Zentrum zu rücken. „Wir können belegen, welche Maßnahmen wirken – und welche nicht“, heißt es in der Pressemitteilung. „Einige Länder haben HIV unter Kontrolle, deren erfolgreiche Strategien fordern eine schnelle Umsetzung und volle Förderung.“</p>
<p >Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie zahlreiche Nichtregierungsorganisationen wie das Globale Netzwerk der Menschen mit HIV (GNP+) unterstützen im PCB die neue Strategie. Sie basiert, so UNAids, auf den Menschenrechten, der Gleichwertigkeit der Geschlechter, der Würde und der Freiheit von Stigma und Diskriminierung von Menschen, die mit HIV leben oder davon betroffen sind. Ermöglicht werde die Strategie durch eine umfassende Analyse von HIV-spezifischen Daten und einen Beratungsprozess, in den die Staaten, die Zivilgemeinschaften und weitere UNAids-Partnerschaften eingebunden seien.</p>
<p >Messen lassen will sich die Strategie an klaren Zahlen. So soll die Zahl der Menschen, die sich mit HIV anstecken, von 1,7 Millionen im Jahr 2019 auf unter 370.000 im Jahr 2005 fallen. Die Zahl derer, die an den Folgen von Aids sterben, soll im selben Zeitraum von 690.000 auf unter 250.000 sinken. Statt bei 150.000 Kindern mit HIV soll ihre Zahl dann unter 22.000 liegen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/unaids-funfjahresplan-ungleich-7407/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/unaids-funfjahresplan-ungleich-7407/</guid><pubDate>Mon, 19 Apr 2021 08:04:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1613817112_6030e5181f1aa.jpeg" length="74950" type="image/jpeg"/><title>Life4me.plus veröffentlicht Jahresbericht 2019</title><description>Die Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Life4me.plus aus der Schweiz, die internationalen Aktivismus zu HIV, anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI), Hepatitis C und Tuberkulose bündelt, stellte ihren Jahresbericht für 2019 vor.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Die Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Life4me.plus aus der Schweiz, die internationalen Aktivismus zu HIV, anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI), Hepatitis C und Tuberkulose bündelt, stellte ihren <a href="https://www.life4me.plus/bundles/hivresources/pdf/annual/Annual-Report-2019-Life4me+.pdf" target="_blank" rel="noopener">Jahresbericht</a> für 2019 vor.</p>
<p >„2019 war prallvoll mit Aktivitäten“, schreibt Life4me.plus-Präsident Alex Schneider im Vorwort des Berichts. Er beschreibt, wie sich das Einzugsgebiet seiner NGO geografisch über die von der WHO definierten europäischen Regionen ausgedehnt hat. „Wir haben die Zusammenarbeit mit 21 Ländern aus der MENA-Region sowie mit Südafrika und Lesotho gestartet.“ Für die MENA-Region, also die Länder im Nahen Osten und Nordafrika, kamen neue Sprachen für die Webseiten und die App dazu. Life4me.plus konnte so den Traffic seiner Online-Präsenzen gegenüber dem Vorjahr verdoppeln und über 1,5 Millionen Menschen erreichen.</p>
<p >Ein Höhepunkt im Jahr 2019 waren die Aktionen im Zusammenhang mit dem Europäischen Aids-Kongress. Der fand Anfang November im schweizerischen Basel statt. Zur Konferenz trug Life4me.plus maßgeblich die Perspektive der Patient:innen bei. So sprach Alex Schneider, selbst promovierter Wissenschaftler und offen HIV-positiv, als offizieller Repräsentant bei der Kongresseröffnung für die Community. Und sorgte so für Gehör für die Anliegen der Menschen, die aufgrund ihrer HIV-Infektion vielerorts noch immer Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren.</p>
<p >Neben der Beteiligung am wissenschaftlichen Programm sorgte Life4me.plus auch für öffentliche Wahrnehmung jenseits der Kongresshallen. Mit einer aufmerksamkeitsstarken Kampagne erinnerten die Aktivist:innen an die Stigmatisierung von Menschen mit HIV. Farbenfrohe Flaggen im Baseler Stadtbild und ein Demonstrationszug mit hunderten Aktivist:innen Menschen forderten „No HIV stigma“.</p>
<p >Der Jahresbericht dokumentiert auch die breite Vernetzung der 2017 gegründeten Organisation. Kooperationspartnerschaften bestanden 2019 im gesamten europäischen Raum, der vom Vereinigten Königreich bis zu den zentralasiatischen Staaten reicht. „2019 konnten wir noch reisen und mit persönlichen Begegnungen und gemeinsamen Projekten wichtige Grundlagen für unseren Aktivismus schaffen“, erinnert sich Alex Schneider.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/life4me-plus-bericht-2019-7185/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/life4me-plus-bericht-2019-7185/</guid><pubDate>Sat, 20 Feb 2021 10:02:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485761928_588eed88cbda3.jpeg" length="68958" type="image/jpeg"/><title>Weltweit erinnern Kampagnen am 1. Dezember an HIV und Aids</title><description>Überall auf der Welt erinnern am 1. Dezember Kampagnen und Rote Schleifen an den Welt-Aids-Tag. Sie fordern außerdem Solidarität mit Menschen, die mit HIV leben. Denn Diskriminierung und Ausgrenzung behindern die Chancen des medizinischen Fortschritts.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Überall auf der Welt erinnern am 1. Dezember Rote Schleifen an den Welt-Aids-Tag.</p>
<p >In Deutschland lautet die Forderung „Schleife zeigen gegen Diskriminierung“. Unter dem Motto „Anders als Du denkst“ informieren die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche Aids-Hilfe sowie die Deutsche Aids-Stiftung in ihrer gemeinsamen <a href="http://www.welt-aids-tag.de" target="_blank" rel="noopener">Aktion</a> zum 1. Dezember über das Leben mit HIV.</p>
<p >Die <a href="https://wissen.aids.ch/" target="_blank" rel="noopener">Aids-Hilfe Schweiz</a> fordert „Stopp Diskriminierung!“ und informiert über den Nutzen der modernen HIV-Medikamente: „Menschen unter erfolgreicher Therapie stecken niemanden an, auch nicht beim Sex“. Die mehrsprachige Schweizer Webseite zum 1. Dezember weist auf jährlich rund 100 gemeldete Diskriminierungen im Zusammenhang mit HIV hin. Das Wissen der Schweizer Bevölkerung in Bezug auf HIV sei nicht auf dem aktuellen Stand der Medizin, so der Geschäftsleiter der Aids-Hilfe Schweiz, Andreas Lehner. Eine Folge: „Unwissenheit fördert Diskriminierung.“</p>
<p >In Österreich finden rund um den Welt-Aids-Tag landesweit zahlreiche Aktionen im öffentlichen Raum statt. Die Webseite <a href="http://www.weltaidstag.at/" target="_blank" rel="noopener">www.weltaidstag.at</a> listet sowohl den katholischen Gedenkgottesdienst in Klagenfurt auf, wie auch eine Radio-Sendung aus Tirol und die mit Roten Schleifen geschmückten Straßenbahnen in Wien. Die kreativen Aktionen stehen landesweit unter dem Motto: „Bekämpft Aids, nicht die Menschen mit Aids.“</p>
<p >„Weltweite Probleme erfordern weltweite Solidarität“, heißt es auch in der Botschaft zum 1. Dezember von <a href="http://www.unaids.org/en/resources/presscentre/pressreleaseandstatementarchive/2020/december/world-aids-day-2020-message-from-executive-director-winnie-byanyima.%20" target="_blank" rel="noopener">Winnie Byanyima</a>. Die Direktorin von UN-Aids verweist auf die gemeinsame globale Verantwortung, auch angesichts der aktuellen Covid-19-Krise: “Nur gemeinsame Verantwortung hilft uns, das Corona-Virus zu schlagen, die Aids-Epidemie zu beenden und das Recht auf Gesundheit für alle zu garantieren.“</p>
<p >Im Jahr 1988 haben die Vereinten Nationen den 1. Dezember zum weltweiten Gedenktag für an Aids verstorbene Menschen erklärt. Zugleich soll an diesem Tag – auch mit Hilfe der Roten Schleife – Solidarität mit den Menschen gezeigt werden, die mit HIV und Aids leben.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/1-dezember-kampagnen-aids-6928/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/1-dezember-kampagnen-aids-6928/</guid><pubDate>Wed, 02 Dec 2020 09:12:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1493543711_5905ab1f75d32.jpeg" length="81566" type="image/jpeg"/><title>Hepatitis C: Neue Erkenntnisse für Impfung und Behandlung?</title><description>Wichtige Impulse für die Forschung zu Hepatitis-C-Infektionen: Das Karolinska-Institut in Stockholm verleiht den Medizin-Nobelpreis an die Entdecker des HC-Virus. Und ein kanadisches Forschungsteam hofft, neue Erkenntnisse für eine Impfstoffentwicklung zum Schutz vor HCV gemacht zu haben.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Im Oktober hat das Karolinska-Institut in Stockholm mitgeteilt, wer den Medizin-Nobelpreis 2020 erhält. Ausgezeichnet werden mit dieser Ehrung drei Virologen. Harvey J. Alter und Charles M. Rice aus den USA und der Brite Michael Houghton erhalten die Auszeichnung für ihre Entdeckung des Hepatitis-C-Virus (HCV). HCV-Infektionen können, zumindest in den ersten Monaten nach der Ansteckung, von allein ausheilen. Doch wird die Infektion chronisch, schädigt sie die Leber und kann tödlich enden.</p>
<p >Das Virus, das dank der drei Forscher seit Ende der 1980-er Jahre bekannt ist, kann mit modernen Medikamenten geheilt werden. So genannte DAA (Direct Acting Agents) schaffen es, die HC-Viren komplett aus dem Körper von Infizierten zu entfernen. Doch die Heilung ist teuer und schützt nicht vor erneuter Ansteckung.</p>
<p >Ein kanadisches Forschungsteam hat nun entdeckt, wie sich HC-Viren mithilfe von Exosomen „verstecken“. Der Virologe Terence Ndonyi Bukong sagte: „Diese Verkleidung stellt ein Problem für die optimale Funktion von Impfstoffen dar, da sie selbst dann, wenn Antikörper entwickelt werden, die Virusinfektion oder -übertragung nicht blockieren können.“ Er und seine Kollegen vom Institut National de la Recherche Scientifique im kanadischen Quebec hoffen, dass ihre jüngst veröffentlichte <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0239153%20" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> dabei hilft, Impfstoffe zum Schutz vor HCV zu entwickeln.</p>
<p >HCV wird vor allem über infiziertes Blut übertragen, das direkt oder über die Schleimhäute in die Blutbahn gelangt. „Sexuelle Übertragungen sind zwar selten, aber prinzipiell möglich“, sagt Norbert H. Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft. Infektionen können demnach bei sexuellen Praktiken vorkommen, die mit blutigen Verletzungen oder auch Drogen-Injektionen einhergehen.</p>
<p >Weltweit leben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 71 Millionen Menschen mit einer chronischen HCV-Infektion. Die WHO und die Bundesregierung haben sich die Elimination von Hepatitis C bis zum Jahr 2030 zum Ziel gesetzt. In Deutschland schließt die Strategie „BIS 2030“ - zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen“ HCV ausdrücklich mit ein.</p>
<p >Am 10. Dezember werden die Nobelpreise verliehen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hepatitis-c-impfung-behandlung-6857/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hepatitis-c-impfung-behandlung-6857/</guid><pubDate>Wed, 11 Nov 2020 11:11:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1493543925_5905abf5f4148.jpeg" length="45649" type="image/jpeg"/><title>Zur EU-Zulassung empfohlen: Monatsspritze zur HIV-Behandlung</title><description>Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt erstmals den Einsatz eines langzeitwirksamen HIV-Medikaments. Sobald die EU-Kommission der Empfehlung zustimmt, können die Mitgliedsstaaten entscheiden, ob Menschen mit HIV eine monatliche Spritze als antiretrovirale Behandlung bekommen können.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt erstmals den Einsatz eines <a href="https://www.ema.europa.eu/en/news/first-long-acting-injectable-antiretroviral-therapy-hiv-recommended-approval" target="_blank" rel="noopener">langzeitwirksamen HIV-Medikaments</a>. Sobald die EU-Kommission der Empfehlung zustimmt, können die Mitgliedsstaaten entscheiden, ob Menschen mit HIV eine monatliche Spritze als antiretrovirale Behandlung ihrer HIV-Infektion bekommen. Sie müssten dann nicht mehr täglich Tabletten einnehmen.</p>
<p >Bei dem langzeitwirksamen Medikament handelt es sich um die Kombination aus zwei Arzneimitteln in einer Suspension. Eine neue Formulierung des nichtnukleosidischen Reversetranskriptase-Inhibitors (NNRTI) Rilpivirin wird mit dem Integrase-Strangtransfer-Inhibitor (INSTI) Cabotegravir in einer Injektionslösung kombiniert. Die Kombination ist die erste langzeitwirksame antiretrovirale Therapie (ART), die monatlich oder alle zwei Monate intramuskulär gespritzt wird.</p>
<p >Die EMA empfiehlt die Depotspritze für Erwachsene mit einer HIV-1-Infektion, deren Viruslast unter der Nachweisgrenze, also unter 50 Kopien pro Milliliter Blut, liegt und die keine Resistenzen gegen eine der beiden Wirkstoffgruppen haben.</p>
<p >Entwickelt wurden die Medikamente von Janssen-Cilag und ViiV-Healthcare. Rilpivirin ist bereits seit 2011 als HIV-Medikament im Einsatz. Bei Cabotegravir handelt es sich um einen neuen ART-Wirkstoff, der jedoch in seiner chemischen Struktur dem Integrasehemmer Dolutegravir ähnelt.</p>
<p >Die Empfehlung der EMA stützt sich auf Daten aus drei Phase-3-Studien. Die randomisierten, klinischen Open-Label-Studien fanden an mehreren Zentren statt, wo sie sich als sicher und wirksam erwiesen. An unerwünschten Wirkungen traten vor allem Reizungen der Einstichstelle und Kopfschmerzen auf. Nach der Zulassung sollen fünf Jahre lang Daten aus einer Kohorten-Studie erhoben und ausgewertet werden.</p>
<p >Bis die EU-Mitgliedstaaten der EMA-Empfehlung folgen, kann es noch Monate oder auch Jahre dauern. Zunächst muss die EU-Kommission über die Vermarktung entscheiden. Danach prüfen die einzelnen EU-Staaten, zu welchen preislichen Konditionen sie die Monatsspritze zulassen.</p>
<p >Kanada hat die injizierbare Suspension mit dem Namen Cabenuva bereits im April 2020 zugelassen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/zulassung-eu-monatsspritze-hiv-6826/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/zulassung-eu-monatsspritze-hiv-6826/</guid><pubDate>Thu, 05 Nov 2020 10:11:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1604312975_5f9fdf8f13f51.jpeg" length="68415" type="image/jpeg"/><title>Update HIV und Covid-19: UNAids erinnert an Info-Material</title><description>„Stigma und Diskriminierung fördern Gewalt, Bedrohung und Isolation. Sie hindern Menschen daran, Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen, und machen Maßnahmen zur Pandemie-Kontrolle wirkungslos.“ UN-Aids erinnert an die Bedeutung der Menschenrechte und verweist auf die Schriftenreihe „Was Menschen mit HIV über Covid-19 wissen sollten“.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Weltweit werden derzeit verstärkt Maßnahmen ergriffen, um die beschleunigte Ausbreitung des Sars-Cov2-Virus zu verlangsamen. Währenddessen erinnert die global für HIV-Infektionen zuständige Organisation UN-Aids an die Bedeutung der Menschenrechte und verweist auf ihre Publikationen. Dazu gehört die <a href="http://www.unaids.org/en/covid19" target="_blank" rel="noopener">Schriftenreihe</a> „Was Menschen mit HIV über Covid-19 wissen sollten“.</p>
<p >In dieser Reihe fasst UN-Aids zusammen, was aus wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht für das Leben mit HIV in Zeiten einer Pandemie von Bedeutung ist. „Seine Rechte zu kennen, Stigmatisierung zu stoppen und die Selbstfürsorge ernst nehmen“ sind nur drei der wichtigen Botschaften, die die Schriftenreihe unmittelbar für die Menschen hat.</p>
<p >Winnie Byanyima, Direktorin von UN-Aids, wendet sich regelmäßig auch mit Videobotschaften an die Weltöffentlichkeit. Immer wieder appelliert sie an die Regierungen, die Menschenrechte zu achten – ob im Umgang mit HIV oder mit Covid-19. „In vier Jahrzehnten mit HIV konnten wir lernen, wie eng Menschenrechte und öffentliche Gesundheit zusammenhängen“, heißt es in der Broschüre „Rights in a Pandemic“. Eine Empfehlung von UN-Aids an die Regierungen der Welt lautet daher, „den am meisten marginalisierten Menschen zuzuhören“.</p>
<p >Schon Anfang Oktober hatte Winnie Byanyima an die kontraproduktiven Folgen von Angst und Unsicherheit erinnert. „Stigma und Diskriminierung fördern Gewalt, Bedrohung und Isolation. Sie hindern Menschen daran, Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen, und machen Maßnahmen zur Pandemie-Kontrolle wirkungslos.“ Im <a href="https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/un-aids-direktorin-byanyima-wir-muessen-mutig-vorangehen-17016924.html" target="_blank" rel="noopener">Interview</a> mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betont Byanyima Ende Oktober: „HIV und Covid-19 sind zwei aufeinanderprallende Epidemien, die wir gemeinsam angehen müssen.“</p>
<p >Im gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen gegen HIV/Aids, UN-Aids, haben sich elf UN-Organisationen zusammengeschlossen, darunter das Flüchtlingshilfswerk UNHCR, das Kinder-Programm Unicef, das Entwicklungshilfeprogramm UNDP, die Frauenorganisation UN Women und die Weltgesundheitsorganisation WHO. Ihr gemeinsames Ziel: Die Aids Epidemie bis 2030 zu beenden.</p>
<p >Auch das deutsche Aktionsbündnis gegen Aids legt eine Schriftenreihe zu Corona auf. Die Publikationen mit dem Titel „<a href="https://www.aids-kampagne.de/sites/default/files/im_fokus_hiv_covid-19und_menschenrechte_-_testen_alleine_reicht_nihct_-_final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Im Fokus</a>“ diskutieren, welche Erfahrungen aus der HIV-Arbeit für die Auseinandersetzung mit Covid-19 hilfreich sein können.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/unaids-covid-19-hiv-material-6825/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/unaids-covid-19-hiv-material-6825/</guid><pubDate>Mon, 02 Nov 2020 13:11:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1511363286_5a1592d6a6e83.jpeg" length="45703" type="image/jpeg"/><title>Stillen mit HIV jetzt auch leitlinienkonform möglich</title><description>Die deutschen und österreichischen „Leitlinien zu HIV-Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV-exponierten Neugeborenen“ sagen es jetzt offiziell: Mütter mit HIV können ihre Babys stillen. Sofern ihre Viruslast konstant unter der Nachweisgrenze, also unter 50 Kopien pro Milliliter, liegt.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Die deutschen und österreichischen „<a href="http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/055-002.html" target="_blank" rel="noopener">Leitlinien</a> zu HIV-Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV-exponierten Neugeborenen“ sagen es jetzt offiziell: Mütter mit HIV können ihre Babys stillen. Zuvor empfahl die Medizin allen Müttern mit HIV in Deutschland und Österreich, auf das Stillen zu verzichten. Doch bei einer Tagung im September in Köln einigten sich die zuständigen Fachgesellschaften auf neue, erweiterte Empfehlungen.</p>
<p >Danach können Mütter ihre Babys stillen, wenn ihre Viruslast konstant unter der Nachweisgrenze, also unter 50 Kopien pro Milliliter, liegt. Dann bestehe kein Risiko, das HI-Virus über die Muttermilch zu übertragen. Dieser Grenzwert der Mütter soll, so die Leitlinie, während der Stillzeit monatlich kontrolliert werden.</p>
<p >Für viele Mütter mit HIV, die ihr Kind stillen wollen, bedeutet die neue Leitlinie eine Erleichterung. Sie können mit ihren Ärzt:innen offener über ihren Stillwunsch sprechen und gemeinsam entscheiden.  „In einigen Gemeinschaften gilt ein Stillverzicht als Hinweis auf eine HIV-Infektion“, berichtet Ulrike Sonnenberg-Schwan von der Sektion „All Around Women Special“, die in München Frauen mit HIV berät. „Wer nicht stillt, wird allzu oft stigmatisiert.“</p>
<p >Das Stigma-Risiko hat oft dazu geführt, dass Mütter bei ihren Ärzt:innen das Stillen verheimlichten. Daher empfehlen die neuen Leitlinien ausdrücklich, das Thema Stillen „frühzeitig und wertfrei“ anzusprechen. Außerdem raten sie, die Mütter interdisziplinär durch Hebammen, Pädiater:innen und psychosoziale Angebote begleiten zu lassen.</p>
<p >UNAids, die Weltgesundheitsorganisation und viele Länder werten die Vorteile des Stillens auch bei Müttern mit HIV schon seit einigen Jahren höher als mögliche Ansteckungsrisiken. Die deutschen und österreichischen Fachgesellschaften wünschen sich dennoch mehr Daten. Sie rufen die Ärzt:innen von Müttern mit HIV dazu auf, sich am HIV-Schwangerschaftsregister zu beteiligen und die Kinder von Müttern mit HIV an die Pädiatrische Arbeitsgemeinschaft Aids zu melden.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/stillen-hiv-leitlinie-6801/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/stillen-hiv-leitlinie-6801/</guid><pubDate>Thu, 29 Oct 2020 11:10:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1603703383_5f96925772eb7.jpeg" length="63728" type="image/jpeg"/><title>Kampagne erinnert an ältere Frauen mit HIV</title><description>Obwohl die modernen Therapien das Leben für Menschen mit HIV deutlich verlängern, ist wenig über die Folgen des Älterwerdens bei Frauen bekannt. Mit der Kampagne „We are still here“, auf Deutsch etwa „Uns gibt es noch“, machen die Frauen darauf aufmerksam, was älter werden mit HIV für sie bedeutet.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Sie wollen ihre Erfahrungen weitergeben. Sie wollen eigene Netzwerke. Und sie wollen eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung. Das sind nur drei von insgesamt acht Forderungen, die Frauen über 50 mit HIV im Großraum London formuliert haben. Mit der <a href="https://sophiaforum.net/index.php/we-are-still-here/" target="_blank" rel="noopener">Kampagne</a> „We are still here“, auf Deutsch etwa „Uns gibt es noch“, machen die Frauen darauf aufmerksam, was das Älterwerden mit HIV für sie bedeutet.</p>
<p >Zusammengetragen hat die Forderungen die englische Wissenschaftlerin Jacqui Stevenson. In ihrem Promotionsprojekt zur Genderforschung hat sie partizipativ mit Frauen mit HIV gearbeitet. Zentrales Ergebnis: „Die Erfahrungen von Frauen mit HIV, die über 50 sind, werden zu wenig wahrgenommen und zu selten gewürdigt.“ Mit der Kampagne, die das Sophia-Forum jüngst veröffentlicht hat, soll sich das ändern. „Sichtbarkeit, Beteiligung und Forschung“ sind daher zentrale Begriffe für „We are still here“.</p>
<p >Obwohl die modernen Therapien das Leben für Menschen mit HIV deutlich verlängern, ist wenig über die Folgen des Älterwerdens bei Frauen bekannt. „Die Auswirkungen von Schmerzen, Nebenwirkungen und Wechseljahren müssten besser erforscht werden, um den Frauen helfen zu können“, heißt es auf der Webseite des Sophia-Forums. Außerdem sollte der Austausch unter den Frauen gefördert werden, damit sie sich gegenseitig unterstützen können.</p>
<p >Eine weitere Forderung der Kampagne gilt der Erforschung des so genannten Survivor Conflicts. Viele Frauen beschreiben, wie froh und dankbar sie für ihr Überleben sind, während sie gleichzeitig um verlorene Chancen und Beziehungen wegen ihrer HIV-Infektion trauern. Wie die Frauen mit dem Überlebenskonflikt umgehen, könnte, so Stevenson, beispielhaft für Menschen in ähnlichen Lebenslagen sein.</p>
<p >Auch in Deutschland fordern ältere Frauen mit HIV mehr Information und Empowerment zum Thema Älterwerden. Das belegen die Themenwünsche bei Community-Veranstaltungen im bundesweiten Netzwerk Frauen und HIV/Aids und im deutschen SHE-Programm. Unabhängig von HIV gelten die Wechseljahre als zu wenig erforscht. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat zum Weltmenopausetag am 18. Oktober das Modul „Wechseljahre“ im <a href="http://www.frauengesundheitsportal.de/themen/wechseljahre/" target="_blank" rel="noopener">Frauengesundheitsportal</a> freigeschaltet.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/kampagne-hiv-altere-frauen-6800/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/kampagne-hiv-altere-frauen-6800/</guid><pubDate>Mon, 26 Oct 2020 09:10:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1601547210_5f75abca66b71.jpeg" length="47915" type="image/jpeg"/><title>Schutz vor HIV und STI durch Vorhaut-Beschneidung?</title><description>25 Millionen Vorhautbeschneidungen im Rahmen von so genannten freiwilligen medizinischen Beschneidungsprogrammen, kurz #VMMC, zählt ein kritisches Gutachten für ost- und südafrikanische Länder. Kritiker:innen der Beschneidungsprogramme halten die Datenlage zur #HIV- und #STI-Prävention für unzureichend.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Millionen von Männern in afrikanischen Ländern sind beschnitten. Allein 25 Millionen Vorhautbeschneidungen im Rahmen von so genannten freiwilligen medizinischen Beschneidungsprogrammen, kurz VMMC, zählt ein kritisches Gutachten für ost- und südafrikanische Länder. Die Gutachtenstudie, die jüngst im Fachjournal „<a title="A new Tuskegee? Unethical human experimentation and Western neocolonialism in the mass circumcision of African men" href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/dewb.12285" target="_blank" rel="noopener">Developing World Bioethics</a>“ veröffentlicht wurde, hinterfragt den Sinn solcher Kampagnen, die vornehmlich von den USA finanziert und von westlichen Nichtregierungsorganisationen durchgeführt werden.  </p>
<p >2007 hatten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNAids die Vorhautbeschneidungen empfohlen, um die Übertragung von HIV von Männern auf Frauen zu reduzieren. Die Organisationen gingen davon aus, dass solche Beschneidungen das HIV-Ansteckungsrisiko um 60 Prozent reduzieren würden. Befürworter der VMMC-Programme berichten von weiteren Vorteilen bei der Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) durch Vorhaut-Entfernungen. So zeigten vergleichende Beobachtungsstudien in der heterosexuellen Bevölkerung verringerte Risiken für Infektionen des Genitaltrakts bei Männern und Frauen, beispielsweise durch Humane Papilloma-Viren (HPV) sowie durch Chlamydien und Trichomonaden.</p>
<p >Doch Kritiker:innen der Beschneidungsprogramme halten die Datenlage zur STI-Prävention für unzureichend. Sie erinnern an die begrenzte Aussagekraft der zugrundeliegenden Studien, von denen zudem eine in Uganda aufgrund von Ethik-Verstößen vorzeitig eingestellt werden musste. Das aktuelle Gutachten untersuchte nun die Entstehung und Umsetzung der laufenden Kampagnen. Dabei stießen die Autor:innen auf rassistische und kolonialistische Annahmen zur Sexualität und fehlende Begleitforschung. So erläutert Arianne <a title="Male circumcision campaigns to reduce HIV transmission in Africa are based on systemic racism" href="https://www.news-medical.net/news/20200910/Male-circumcision-campaigns-to-reduce-HIV-transmission-in-Africa-are-based-on-systemic-racism.aspx" target="_blank" rel="noopener">Shahvisi</a> von der Brighton and Sussex Medical School in England: “Wir glauben nicht, dass die Beschneidungskampagnen auf belastbarer, wissenschaftlicher Evidenz basieren.“</p>
<p >Deutschsprachige Informationen zum Einfluss von US-Geldern auf Beschneidungsprogramme in Afrika liefert eine Recherche des Journalisten Ulli Schauen. Eines seiner <a title="Der Kampf gegen die Vorhaut" href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-us-kampagne-zur-beschneidung-von-maennern-der-kampf.3720.de.html?dram:article_id=478217" target="_blank" rel="noopener">Features</a> im Deutschlandfunk von der Nordküste des Viktoriasees „stellt die Argumente pro und contra dieses angeblich unnützen Stücks Haut auf den Prüfstand“. Schauens Versuch, mit einer <a title="The Critical African Circumcision Radio Series" href="https://www.kickstarter.com/projects/ulli-schauen/african-circumcision?ref=d0g8lr&token=5c24d7c1+" target="_blank" rel="noopener">Crowdfunding</a>-Initiative Gelder für innerafrikanische Aufklärung zu sammeln, scheiterte Ende September vorerst.</p>
<p >Auch in anderen Teilen der Welt wird derzeit kontrovers über die Beschneidung von Penissen diskutiert. In <a title="Dänische Ministerpräsidentin Mette Fredriksen nimmt Forderung nach gleichem Schutz von Jungen zurück" href="https://die-betroffenen.de/blog/danische-ministerprasidentin-mette-fredriksen-nimmt-forderung-nach-gleichem-schutz-von-jungen-zuruck/" target="_blank" rel="noopener">Dänemark</a> wollte Ministerpräsidentin Mette Fredriksen ursprünglich mit einem Kinderschutzgesetz die Beschneidung von Jungen unter 18 verbieten. Doch nach Interventionen aus Israel, wo die Beschneidung jüdischer männlicher Babys ein religiöses Ritual ist, korrigierte sie ihre Position. Bis Ende des Jahres soll nun das dänische Parlament entscheiden.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/vorhaut-beschneidung-schutz-6728/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/vorhaut-beschneidung-schutz-6728/</guid><pubDate>Fri, 02 Oct 2020 08:10:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1511363548_5a1593dc6cffd.jpeg" length="31053" type="image/jpeg"/><title>Repräsentative Daten zu Sex und Gesundheit in Deutschland</title><description>Deutsche haben vier- bis fünfmal pro Monat Sex, reden zu wenig offen über Sex und wissen zu wenig über #STI: Rund zwei Jahre nach ihrem Start sind die ersten Daten aus der repräsentativen Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“, kurz Gesid, öffentlich. Die #BZgA und das Hamburger UKE haben fast 5.000 Erwachsene zu ihrem Sexualverhalten befragt.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Rund zwei Jahre nach ihrem Start sind die ersten Daten aus der repräsentativen Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“, kurz <a title="Herzlich Willkommen bei GeSiD" href="https://gesid.eu/" target="_blank" rel="noopener">Gesid</a>, öffentlich. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) haben fast 5.000 Erwachsene befragen lassen. Dabei ging es um ihr Sexualverhalten, ihre Einstellungen zu Sex, Liebe und Partnerschaft, um Lust und Zufriedenheit, Schwangerschaft, Funktionsstörungen, sexuell übertragbare Infektionen (STI) und Erfahrungen mit sexueller Gewalt.</p>
<p >Die Gesid-Ergebnisse werden nach und nach in sogenannten <a title="GeSiD-Studie zu Gesundheit und Sexualität in Deutschland" href="https://www.bzga.de/fileadmin/user_upload/PDF/pressemitteilungen/daten_und_fakten/Infoblaetter-GeSiD.pdf" target="_blank" rel="noopener">Informationsblättern</a> veröffentlicht. Acht solche Blätter wurden vergangene Woche ins Internet gestellt. Danach haben die meisten heterosexuellen Deutschen zwischen vier und fünf Mal im Monat Sex. „Betrachtet man die sexuelle Aktivität in den vergangenen vier Wochen, so haben Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren etwa fünf Mal pro Monat Sex, die 36- bis 55-Jährigen etwa vier Mal im Monat“, heißt es in der Pressemitteilung.</p>
<p >Beim Wissensstand zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) liegt HIV/Aids als bekannteste STI mit 71,2 Prozent vorn. Den zweitplatzierten Tripper (Gonorrhoe) nannten 38,6 Prozent der Befragten. Auf dem dritten Platz landete die Syphilis, sie nannten noch 31,9 Prozent. Frauen kannten sich bei fast allen STI besser aus als Männer; Chlamydien nannten mit 15,6 Prozent doppelt so viele Frauen wie Männer (7,8 Prozent). Mit der Kampagne „Liebesleben“ kombiniert die BZgA bevölkerungsweite Aufklärung und zielgruppenspezifische Maßnahmen. „Es ist uns ein Anliegen, die Kommunikationsfähigkeit zu STI im ärztlichen Beratungsgespräch zu erhöhen“, sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Denn in der Bevölkerung bestehe Bedarf, in der ärztlichen Praxis über sexualitätsbezogene Gesundheitsprobleme zu sprechen.</p>
<p class="custom-quote" >„Wir haben eine Vielzahl bedeutsamer Daten erhoben, die wir in den nächsten Monaten weiter auswerten und mit den Daten aus anderen Ländern in Beziehung setzen können“, erläuterte Peer Briken, Direktor des Instituts für Sexualforschung am UKE. Die meisten europäischen Länder, auch Österreich und die Schweiz, sowie Nordamerika führten bereits seit vielen Jahren repräsentative Studien zur sexuellen Gesundheit durch und könnten damit auch Wandlungsprozesse des sexuellen Verhaltens zeigen. Briken will Sexualität nicht nur im Hinblick auf Probleme, sondern auch im Hinblick auf Ressourcen betrachten. Das Gesid-Wissen soll in den alltäglichen Umgang mit sexueller Gesundheit, gerade auch im Bereich der Medizin, einfließen. „Sexuelle Gesundheit geht die ganze Medizin an.“</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/sex-deutschland-reprasentativ-6710/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/sex-deutschland-reprasentativ-6710/</guid><pubDate>Mon, 28 Sep 2020 12:09:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1600856470_5f6b219673ac0.png" length="319289" type="image/png"/><title>Aufklärung zu HIV und STI für gehörlose Menschen</title><description>Für Menschen mit Hörminderung ist der 23. September ein besonderer Tag. Der Internationale Tag der Gebärdensprache fordert auch in diesem Jahr dazu auf, gehörlose Menschen eher als sprachliche Minderheit statt nur als behindert zu betrachten. Passend dazu veröffentlicht die Deutsche Aidshilfe (#DAH) ein neues Erklärvideo zu HIV und #STI.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Für Menschen mit Hörminderung ist der 23. September ein besonderer Tag. Der Internationale Tag der Gebärdensprache fordert auch in diesem Jahr dazu auf, gehörlose Menschen eher als sprachliche Minderheit statt nur als behindert zu betrachten. Passend dazu veröffentlicht die Deutsche Aidshilfe (DAH) ein neues <a title="Neues Erklärvideo zu HIV und Aids in Deutscher Gebärdensprache" href="https://www.aidshilfe.de/meldung/neues-erklaervideo-hiv-aids-deutscher-gebaerdensprache" target="_blank" rel="noopener">Erklärvideo</a> zu HIV und STI.</p>
<p >Gesprochen und simultan übersetzt in Deutsche Gebärdensprache liefert das Video, so eine Presseinformation der DAH, Antworten auf viele grundlegende Fragen zu HIV: „Was ist der Unterschied zwischen HIV und Aids? Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen? Wie lässt sich eine HIV-Infektion behandeln?“ In zehn Minuten bringe das Video zielgruppenübergreifende, speziell für gehörlose und schwerhörige Personen erarbeitete Basisinformationen rund um HIV auf dem aktuellen wissenschaftlichen und medizinischen Stand.</p>
<p >Das Video gehört zu einer ganzen Reihe von Angeboten für gehörlose Menschen. Speziell für Männer, die Sex mit Männern (MSM) und eine Hörminderung haben, gibt es auf www.gehoerlosen-aids-info.de Videos in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Die Videos mit DGS informieren zum HIV-Test und zu den verschiedenen Präventionsmöglichkeiten wie Kondom und Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP). Kurz und verständlich erläutert wird, so die DAH, auch der medizinische Stand der HIV-Behandlung: „Bei einer guten Therapie kann das Virus beim Sex nicht mehr an andere weitergeben werden.“</p>
<p >Fehlende Angebote in Gebärdensprache führen dazu, dass Gehörlose zu wenig Informationen über HIV und Aids erhalten, beklagen Selbsthilfegruppen wie die das Hamburger Gebärden Aids-Team (<a title="Selbsthilfegruppe – G.A.T. Gebärden AIDS-Team" href="https://www.glvhh.de/unsere-angebote/selbsthilfe-gruppen/g-a-t-geb%C3%A4rden-aids-team/" target="_blank" rel="noopener">GAT</a>): „Medien wie TV, Radio und Zeitschriften sind für Gehörlose oftmals schlecht verständlich und führen immer wieder zu Missverständnissen.“</p>
<p >Auch in der Schweiz über den Verband <a title="Willkommen bei Sonos" href="https://hoerbehindert.ch/" target="_blank" rel="noopener">Sonos</a> und beim Österreichischen Gehörlosenbund (<a title="Feiern Sie ihn mit uns die Gebärdensprache!" href="http://www.oeglb.at/aktuelles/news/news/beitrag/feiern-sie-ihn-mit-uns-die-gebaerdensprache/" target="_blank" rel="noopener">ÖGLB</a>) rufen Organisationen am Internationalen Tag der Gebärdensprache dazu auf, Barrieren für gehörlose Menschen zu senken.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hiv-sti-gehorlos-aufklarung-6694/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hiv-sti-gehorlos-aufklarung-6694/</guid><pubDate>Wed, 23 Sep 2020 10:09:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1504700065_59afe6a1affff.jpeg" length="42412" type="image/jpeg"/><title>Wie vertragen sich HIV-PrEP und Hormone bei trans Menschen?</title><description>#PrEP-Medikamente, mit denen sich eine #HIV-Infektion verhindern lässt, reichern sich offenbar unabhängig von möglichen Hormontherapien bei trans Menschen im Blut an. Eine Forschungsgruppe aus den USA konnte nachweisen, dass bei täglicher Einnahme die Konzentration der PrEP-Medikamente im Blut bei cis und trans Menschen ähnlich hoch ist.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Die PrEP-Medikamente, mit denen sich eine HIV-Infektion verhindern lässt, reichern sich offenbar unabhängig von möglichen Hormontherapien bei trans Menschen im Blut an. Das zeigt eine <a title="Sex Hormone Therapy and Tenofovir Diphosphate Concentration in Dried Blood Spots: Primary Results of the iBrEATHe Study" href="https://academic.oup.com/cid/search-results?page=1&q=ibreathe%20study&fl_SiteID=5269&SearchSourceType=1&allJournals=1" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> mit jeweils 24 trans Frauen und Männern aus den USA. Eine Forschungsgruppe um Robert Grant von der Universität San Francisco konnte nachweisen, dass die Konzentration der schützenden Medikamente Tenofovir und Emtricitabine im Blut bei cis und trans Menschen ähnlich hoch und ausreichend wirksam ist. Andere Studien hatten zuvor niedrigere Medikamentenspiegel bei trans Menschen vermuten lassen, sowohl bei den Geschlechtshormonen als auch bei den Wirkstoffen der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP).</p>
<p >Solche Wechselwirkungen für trans Männer und Frauen sind bislang nicht abschließend geklärt. Die PrEP-Wirkstoffe und die Hormone, die eine geschlechtsangleichende Therapie bei trans Menschen begleiten, werden unterschiedlich verstoffwechselt. Einige Forscher:innen halten nennenswerte Wechselwirkungen daher für wenig wahrscheinlich. Eine andere Theorie vermutet hingegen, dass PrEP- und Hormon-Medikamente beim Zelltransport konkurrieren und ihre Spiegel daher gegenseitig senken könnten.</p>
<p >Die Studie von Grant und Kolleg:innen ist die erste, die die Konzentration von PrEP und Geschlechtshormonen im Blut von trans Menschen gemessen hat. Darin liegt allerdings auch ihre größte Einschränkung, denn für die Schutzwirkung der PrEP ist vor allem die Konzentration im analen und vaginalen Gewebe ausschlaggebend. „Das sind die Stellen, wo es hauptsächlich zu HIV-Infektionen kommt“, erläutert Gus Cairns vom englischen Projekt <a title="Trans and cis women and men all have similar levels of PrEP drugs in blood, directly observed dosing study finds" href="https://www.aidsmap.com/news/sep-2020/trans-and-cis-women-and-men-all-have-similar-levels-prep-drugs-blood-directly" target="_blank" rel="noopener">Aidsmap</a>, der die Studie ausgewertet hat.</p>
<p >Das berücksichtigen auch die aktuell geltenden deutsch-österreichischen <a title="Leitlinien-Detailansicht HIV-Präexpositionsprohphylaxe (PrEP)" href="https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/055-008.html" target="_blank" rel="noopener">Leitlinien</a> zur PrEP, dort heißt es: „Obgleich der genaue Zeitpunkt des Schutzbeginns einer kontinuierlichen PrEP nicht abschließend geklärt ist, wird auf der Basis von Studien zu Medikamentenkonzentrationen in der Kolorektalschleimhaut am zweiten Tag und im weiblichen Genitale am siebten Tag nach Beginn der Einnahme einer kontinuierlichen PrEP von einer ausreichenden Schutzwirkung ausgegangen.“</p>
<p >Da viele trans Menschen ein erhöhtes Risiko für HIV-Infektionen haben, sind die Studienergebnisse bedeutsam. Sie bestätigen, so Cairns, dass die PrEP-Wirkstoffe von trans und cis Menschen auch bei einer Therapie mit Geschlechtshormonen nicht unterschiedlich aufgenommen werden, „zumindest nicht bei täglicher Einnahme“.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hiv-prep-hormone-trans-6683/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hiv-prep-hormone-trans-6683/</guid><pubDate>Mon, 21 Sep 2020 07:09:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1493547461_5905b9c56eb36.jpeg" length="35055" type="image/jpeg"/><title>Aidshilfe kritisiert deutsche Drogenpolitik</title><description>Die Rauschgiftkriminalität in Deutschland ist 2019 erneut gestiegen. Fachverbände, Ärzt:innen und Politiker:innen fordern einen Wandel in der deutschen Drogenpolitik. Die Drogenbeauftragte soll eine Fachkommission einsetzen und Strategien zur Schadensminderung entwickeln.</description><content:encoded><![CDATA[ <p>Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) ist die Rauschgiftkriminalität in Deutschland erneut gestiegen. Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, stellte BKA-Präsident Holger Münch das so genannte Lagebild 2019 vor. Danach wurden im vergangenen Jahr mit knapp 360.000 rund 2,6 Prozent mehr Delikte als im Jahr 2018 polizeilich registriert. Der mit Abstand größte Anstieg sei im Zusammenhang mit Kokain zu verzeichnen. „Drogenkriminalität schafft unermessliches Leid, brutale Gewalt und ist die Basis für viele weitere Delikte der organisierten Kriminalität“, schreibt Ludwig in einer <a title="Rauschgiftkriminalität in Deutschland nimmt weiter zu" href="https://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressekontakt-und-mitteilungen/2020/i-quartal/rauschgiftkriminalitaet-in-deutschland-nimmt-weiter-zu.html" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung</a> vom 8. September.</p>
<p>Fachverbände, Ärzt:innen und Politiker:innen fordern derweil einen Wandel in der deutschen Drogenpolitik. „Tod und Leid durch Drogenkonsum sind mit einer richtigen Drogenpolitik vermeidbar“, heißt es in einer Petition der <a title="Es ist Zeit für eine grundlegend neue Drogenpolitik!" href="https://mybrainmychoice.de/" target="_blank" rel="noopener">Initiative</a> „My Brain, my Choice“. Deren bisher knapp 20.000 Unterzeichner:innen setzen sich für Strategien zur Schadensminderung (“Harm Reduction”) sowie für eine unabhängige Fachkommission zur Drogenpolitik ein. Wie schädlich die Drogenpolitik der letzten Jahre sei, habe sich auch in der Corona-Krise gezeigt. „Der Mangel an Hilfsangeboten und die Bedingungen des illegalen Handels setzen Personen mit Abhängigkeitserkrankung lebensbedrohlichen Risiken aus.“</p>
<p>Auch die Deutsche Aidshilfe (<a title="Deutsche Aidshilfe: Die Drogenpolitik in Deutschland steht vor einem Scherbenhaufen" href="https://www.aidshilfe.de/meldung/rauschgiftlagebericht-2019-drogenpolitik" target="_blank" rel="noopener">DAH</a>) hält die bisherige Drogenpolitik für gescheitert. „Die Kriminalisierung von Drogenkonsument:innen verursacht hohe Kosten und große menschliche und gesellschaftliche Schäden“, sagte Björn Beck vom DAH-Vorstand. Er verwies auf die erneut gestiegene Zahl von drogenbedingten Todesfällen: „1.398 Menschen starben 2019 einen vermeidbaren Tod.“</p>
<p>Nötig sei nicht Repression, so Dirk Schäffer, Drogenreferent die DAH, sondern Entkriminalisierung und Regulierung: „80 Prozent alle registrierten drogenbezogenen Straftaten sind sogenannte konsumnahe Delikte; 60 Prozent waren cannabisbezogen.“ Hier würden erwachsene Konsument:innen systematisch kriminalisiert, häufig mit dramatischen beruflichen und privaten Folgen. Stattdessen könnte staatliche Kontrolle über Produktion und Vertrieb von Drogen die Erfolge von Drogenkonsumräumen und Substitutionsbehandlungen sichern.</p>
<p>Kokain, Heroin, Amphetamine, Neue Psychoaktive Stoffe (NPS) und Cannabis: Laut Lagebericht werden alle Arten von Drogen in Deutschland gehandelt, zu großen Teilen auch über das Internet.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/aidshilfe-drogenpolitik-6681/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/aidshilfe-drogenpolitik-6681/</guid><pubDate>Fri, 18 Sep 2020 09:09:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485761320_588eeb2848a46.jpeg" length="36765" type="image/jpeg"/><title>Erneut bestätigt: Repressionen vergrößern Risiken für HIV</title><description>Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind sich einig: Wo die Rechtslage zur #Sexarbeit restriktiv ist, steigen Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und HIV-Infektionszahlen. Bei ihrer digitalen Welt-Konferenz „#HIV 2020“ forderten Fachleute erneut die Entkriminalisierung von Sexarbeit und mehr rechtlichen Schutz für Prostituierte.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Supranationale Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder UNAids fordern seit vielen Jahren, Sexarbeit zu entkriminalisieren und die Menschenrechte von Sexarbeitenden zu stärken. Denn sie wissen: Wer Sexarbeit kriminalisiert, riskiert steigende Infektionszahlen bei STI wie HIV unter Sexarbeitenden und bedroht die sexuelle Gesundheit der Bevölkerung.</p>
<p >Anfang September hat sich die globale Zivilgesellschaft diesen Forderungen erneut angeschlossen. Bei ihrer digitalen Welt-Konferenz „<a title="Soliciting for Change: Understanding the impacts of the Swedish Model and full decriminalisation of sex work" href="https://ru.hiv2020.org/event-details/soliciting-for-change-understanding-the-impacts-of-the-swedish-model-and-full-decriminalisation-of-sex-work" target="_blank" rel="noopener">HIV 2020</a>“ stellten Gruppen aus Schweden, Norwegen, Frankreich und Irland vor, welche Folgen eine Kriminalisierung von Sexarbeit hat. Wo die Rechtslage restriktiv ist, so die Vertreter:innen der Zivilgesellschaft, „steigen Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und HIV-Infektionszahlen“.</p>
<p >Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch eine <a title="The role of sex work laws and stigmas in increasing HIV risks among sex workers" href="https://www.researchgate.net/publication/339345873_The_role_of_sex_work_laws_and_stigmas_in_increasing_HIV_risks_among_sex_workers" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> der Johns-Hopkins-Universität, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht wurde. Ein Forschungsteam um Carrie L. Lyons hat in zehn afrikanischen Staaten der Subsahara-Region Daten erhoben, biologische Tests und Verhaltensstudien ausgewertet. Zwischen 2011 und 2018 haben die Forschenden über 7.000 weibliche Prostituierte aus Burkina Faso, Kamerun, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Lesotho, Senegal, Südafrika, Swasiland, Gambia und Togo in ihre Studie eingeschlossen. Dabei zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen restriktiven Gesetzen zur Sexarbeit, der wachsenden Stigmatisierung und damit „synergistisch“ steigenden HIV-Risiken. „Zusammengenommen zeigen die Daten, wie bedeutend Menschenrechtspolitik bei der Sexarbeit für den Umgang mit HIV ist.“</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/repressionen-risiken-hiv-6661/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/repressionen-risiken-hiv-6661/</guid><pubDate>Tue, 15 Sep 2020 08:09:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485723176_588e56287cdb8.jpeg" length="66615" type="image/jpeg"/><title>Hepatitis C bei MSM: Inzidenz sinkt, Re-Infektionszahl hoch</title><description>Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (#HCV) unter #MSM sind seltener geworden. Während eine Studie aus Frankfurt am Main für 2009 noch 25 neue HCV-Infektionen pro Jahr berichtete, lag diese Zahl im Jahr 2019 bei 10. Dem steht jedoch eine Re-Infektionsrate gegenüber, nach der beinahe jeder fünfte Patient zuvor schon mindestens eine HCV-Infektion durchlebt hat.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) unter MSM sind seltener geworden. Das berichtet eine Zehn-Jahres-Studie aus Frankfurt am Main, die Ende August beim „<a title="Digital International Liver Congress 2020" href="https://ilc-congress.eu/wp-content/uploads/2020/08/digital-ilc-2020-abstract-book-20-august.pdf" target="_blank" rel="noopener">Digital International Liver Congress 2020</a>“ vorgestellt wurde. Die Forschenden um Christiana Graf und Gaby Knecht haben in ihrer Langzeitbeobachtung einen Rückgang der HCV-Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben, (MSM) festgestellt. Während das Frankfurter Team für 2009 noch 25 neue HCV-Infektionen pro Jahr zählte, lag diese Zahl im Jahr 2019 bei 10, was einem Rückgang um mehr als die Hälfte entspricht.</p>
<p >Dem deutlichen Rückgang bei den Inzidenzen steht jedoch eine Re-Infektionsrate von 18 Prozent gegenüber. Danach hatte beinahe jeder fünfte Patient zuvor schon mindestens eine HCV-Infektion durchlebt. „Diese Re-Infektionsrate dürfte sich auf die Bemühungen auswirken, HCV unter MSM zu eliminieren“, heißt es im Studienabstract.</p>
<p >Eine englische Studie von Lucy J. Garvey und Kolleg:innen berichtet Ähnliches. Danach stieg auch in London und Brighton die Rate an HCV-Re-Infektionen unter MSM von 26 Prozent im Jahr 2013 auf 45 Prozent im Jahr 2018, während die Gesamtzahl der Infektionen um 68 Prozent zurückging.</p>
<p >Manche HCV-Infektionen heilen in ihrer akuten Phase von allein, also spontan, aus. Doch 60 bis 85 Prozent aller Menschen mit HCV entwickeln nach Angaben des <a title="Hepatitis C RKI-Ratgeber" href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisC.html" target="_blank" rel="noopener">Robert-Koch-Instituts</a> eine chronische HCV-Infektion. In der Frankfurter Studie heilte die akute HCV-Infektion häufiger bei den Patienten aus, die keine zusätzliche HIV-Infektion hatten (37 Prozent). Bei Patienten, die mit HIV-koinfiziert waren, lag der Anteil der Spontanheilungen nur bei 13 Prozent. Von den insgesamt 167 Frankfurter HCV-Patienten waren 143 zusätzlich mit HIV infiziert.</p>
<p >Die Studie, an der drei Frankfurter Zentren beteiligt sind, wertete epidemiologische, klinische und phylogenetische Daten aus. In den phylogenetischen Analysen zeigten sich viele eng verwandte Stämme, vor allem bei HCV-Patienten, die die Subtypen GT1a und GT4d aufwiesen.</p>
<p >Antiretrovirale Medikamente, DAA (direct acting agents), können HCV-Infektionen fast immer heilen – die Therapie schützt jedoch nicht vor Neu-Infektionen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hepatitis-c-msm-re-infektion-6646/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hepatitis-c-msm-re-infektion-6646/</guid><pubDate>Thu, 10 Sep 2020 06:09:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1493543233_5905a9417b6f1.jpeg" length="21092" type="image/jpeg"/><title>Neue Erkenntnisse über Immunsysteme, die HIV kontrollieren</title><description>Einigen wenigen Menschen auf der Welt macht eine #HIV-Infektion nichts aus. Ihr Immunsystem kann die HIV-Viren langfristig so gut in Schach halten, dass sie sich so gut wie gar nicht vermehren können. Wie die Ausnahme-Immunsysteme genau funktionieren, wird auch mithilfe von #NGS erforscht.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Einigen wenigen Menschen auf der Welt macht eine HIV-Infektion nichts aus. Ihr Immunsystem kann die HI-Viren langfristig so gut in Schach halten, dass sie sich so gut wie gar nicht vermehren können. Bei den allermeisten Menschen mit HIV ist das nur dank antiretroviraler Medikamente möglich. Wie die Ausnahme-Immunsysteme genau funktionieren, wird noch erforscht.</p>
<p >Ende August veröffentlichte eine Forschungsgruppe aus den USA im Wissenschaftsmagazin „<a title="Distinct viral reservoirs in individuals with spontaneous control of HIV-1" href="https://www.nature.com/articles/s41586-020-2651-8" target="_blank" rel="noopener">Nature</a>“ neue Erkenntnisse über die Immunsysteme, die HIV-Infektionen auch ohne Medikamente besonders gut kontrollieren können. Menschen mit solchen Immunsystemen werden im Englischen oft als Elite Controller bezeichnet.</p>
<p >Das Team aus Boston und Cambridge um die Virologin Chenyang Jiang konnte in seiner Studie einen Unterschied nachweisen, der offenbar zwischen den Immunsystemen besteht. Mithilfe moderner Chromosomen-Sequenz-Analysen (Next Generation Sequencing, NGS) verglichen sie die HIV-Genome und die Stellen, an denen sich die HI-Viren in die Chromosomen integriert. Denn in allen Fällen baut das HI-Virus sein Erbgut in die DNA seiner Wirte ein, um sich zu vervielfältigen. Doch die Immunsysteme der Elite Controller scheinen den Einbau nur an solchen Stellen der DNA („integration sites“) zuzulassen, wo sie seltener repliziert werden. Außerdem scheinen sie über besonders effektive T-Killerzellen zu verfügen.</p>
<p >Nur weniger als 0,5 Prozent aller Menschen mit HIV verfügen über ein solches Immunsystem. Doch in der Forschung gibt es die Hoffnung, den Mechanismus eines Tages für eine vollständige Heilung von HIV-Infektionen nutzen zu können. Bisher gelten weltweit nur zwei Menschen als von HIV geheilt; beide erhielten eine Transplantation mutierter Stammzellen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/immunsysteme-hiv-kontrollieren-6631/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/immunsysteme-hiv-kontrollieren-6631/</guid><pubDate>Mon, 07 Sep 2020 08:09:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1495890896_59297bd042d72.jpeg" length="34236" type="image/jpeg"/><title>Internationaler Tag der sexuellen Gesundheit am 4. September</title><description>Zum diesjährigen internationalen Tag der sexuellen Gesundheit, dem 4. September, erinnern weltweit zahlreiche Organisationen daran, Sexualität auch in Zeiten der Corona-Pandemie lustvoll und gesundheitsfördernd zu gestalten.</description><content:encoded><![CDATA[ <p>Zum diesjährigen internationalen Tag der sexuellen Gesundheit, dem 4. September, erinnern weltweit zahlreiche Organisationen daran, Sexualität auch in Zeiten der Corona-Pandemie lustvoll und gesundheitsfördernd zu gestalten.</p>
<p>Die World Association of Sexual Health (<a title="WORLD ASSOCIATION FOR SEXUAL HEALTH" href="https://worldsexualhealth.net/" target="_blank" rel="noopener">WAS</a>) hat den Tag unter das Motto „Sexual Pleasure in Times of COVID-19” gestellt. Sie betont damit die sexuellen Rechte, die gerade in Zeiten der Corona-Pandemie verteidigt werden müssten, da sie die öffentliche Gesundheit fördern. „Sexuelle Gesundheit erfordert einen respektvollen Umgang mit Sexualität und sexuellen Beziehungen. Und außerdem die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen machen zu können, ohne Zwänge, Diskriminierung oder Gewalt“, erinnert die WAS an die Definition der Weltgesundheitsorganisation für sexuelle Gesundheit von 2002. Seit 2010 ruft die WAS regelmäßig den 4. September als Aktionstag aus.</p>
<p>Die Deutsche STI-Gesellschaft (<a title="Pressespiegel und Pressemitteilungen" href="https://www.dstig.de/aktuellespressekalender/presse.html" target="_blank" rel="noopener">DSTIG</a>), die Fachgesellschaft zur Förderung sexueller Gesundheit, greift das internationale Motto auf und fordert: „Trotz Corona: Sexuelle Rechte leben – Sexuelle Gesundheit fördern!“ DSTIG-Präsident Norbert H. Brockmeyer tritt insbesondere Bestrebungen entgegen, die die Sexarbeit in die Illegalität zu drängen versuchen. „Prohibitionistische Maßnahmen im Umgang mit Sexualität im Allgemeinen und mit Sexarbeit im Besonderen führen erwiesenermaßen zu einem Anstieg an STI.“ Verbote schüfen Hürden bei der Gesundheitsversorgung im Bereich der sexuellen Gesundheit. Dahinter verberge sich oft ein stigmatisierendes und restriktiv-moralisierendes Sexualitätskonzept. Zudem sei bislang kein Fall dokumentiert, der auf signifikante Corona-Infektionen in Zusammenhang mit sexuellen Handlungen schließen ließe.</p>
<p>Auch in Österreich und der Schweiz erinnern Gesundheitseinrichtungen und Verbände am 4. September an die sexuelle Gesundheit. In beiden Ländern ist Sexarbeit bereits seit einigen Monaten wieder erlaubt; steigende Covid-19-Diagnosen lassen sich auch dort nicht auf sexuelle Begegnungen zurückführen.</p>
<p>In <a title="Statement from the Chief Public Health Officer of Canada on September 2, 2020" href="https://www.canada.ca/en/public-health/news/2020/09/statement-from-the-chief-public-health-officer-of-canada-on-september-2-2020.html" target="_blank" rel="noopener">Kanada</a> hat sich die leitende Beamtin des öffentlichen Gesundheitswesens, die Ärztin Theresa Tam, zur privaten Sexualität in Zeiten von Corona geäußert. In einem offiziellen Statement erläutert sie, wie sich eventuelle Ansteckungsrisiken für Sars-Cov-2 beim Sex reduzieren lassen. Wer sich der Risiken bewusst sei, könne Wege finden, sich auch in Zeiten von Corona „körperlicher Intimität zu erfreuen“.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/tag-der-sexuellen-gesundheit-6630/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/tag-der-sexuellen-gesundheit-6630/</guid><pubDate>Fri, 04 Sep 2020 07:09:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1493542197_5905a53595e52.jpeg" length="32700" type="image/jpeg"/><title>Corona-Krise hält viele von Früherkennung und Check-ups ab</title><description>Nicht zu empfehlen, auch nicht für Menschen mit #HIV: Seit März haben 22 Prozent der Befragten einen Besuch beim Zahnarzt oder der Zahnärztin und 16 Prozent einen geplanten Gesundheits-Check-Up wegen der #Corona-Krise aufgeschoben. Elf Prozent der Befragten gaben an, einen Termin zur Krebsfrüherkennung aufgeschoben zu haben.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Die Corona-Krise beeinflusst die medizinische Versorgung und Vorsorge. Das zeigen die regelmäßigen und für Deutschland repräsentativen Monitor-Umfragen der <a title="COVID-19 Snapshot Monitoring (COSMO)" href="https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo2020/cosmo-analysis.html" target="_blank" rel="noopener">Universität Erfurt</a> zu Covid-19, kurz Cosmo.</p>
<p >Demnach haben seit März rund 22 Prozent der Befragten einen Besuch beim Zahnarzt oder der Zahnärztin und 16 Prozent einen geplanten Gesundheits-Check-Up aufgeschoben. Elf Prozent der Befragten gaben an, eine Krebsfrüherkennung wegen der Corona-Situation aufgeschoben zu haben. Das ist nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (<a title="Coronavirus hält Menschen von Früherkennung und Check-ups ab" href="https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/2020-08-13-coronavirus-haelt-menschen-von-frueherkennung-und-check-ups-ab/" target="_blank" rel="noopener">BZgA</a>) nicht sinnvoll.</p>
<p >„Früherkennungsuntersuchungen sollten auch in Zeiten der Pandemie konsequent wahrgenommen werden“, sagte Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Sie können helfen, eine Erkrankung frühzeitig zu entdecken. So dient beispielsweise der Gesundheits-Check-up ab 35 Jahren der Früherkennung insbesondere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel von Bluthochdruck, von Diabetes und Nierenerkrankungen. Früh diagnostiziert, haben auch Krebserkrankungen eine deutlich bessere Prognose.“</p>
<p >Gerade Menschen mit HIV sollten ihre medizinische Versorgung und Vorsorge nicht reduzieren. Darauf weist Hans-Jürgen Stellbrink, HIV-Spezialist und Vorstandsmitglied der Deutschen Aids-Gesellschaft (DAIG), im August-Interview mit der <a title="HIV, Sex und Corona" href="https://magazin.hiv/2020/08/26/hiv-sex-und-corona/" target="_blank" rel="noopener">Deutschen Aidshilfe</a> hin: „Die Gefährdung durch das Coronavirus soll nicht dazu führen, dass Patienten über Monate notwendige Begleituntersuchung und Kontrolltermine nicht wahrnehmen.“ Problematisch und riskant sei das insbesondere bei Patient:innen, die eine Therapie erhalten, deren Wirksamkeit bei einer Unterbrechung gefährdet ist, und bei Menschen unter PrEP, wenn sie diese wegen der Coronavirus-Epidemie nicht wie geplant einnehmen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/corona-fruherkennung-check-up-6600/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/corona-fruherkennung-check-up-6600/</guid><pubDate>Fri, 28 Aug 2020 09:08:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1511432951_5a16a2f7724d3.jpeg" length="63175" type="image/jpeg"/><title>Studie zeigt: HIV-PrEP fördert auch die seelische Gesundheit</title><description>Daten der Amsterdamer #AMPrEP-Studie zur #HIV-Prä-Expositionsprophylaxe (#PrEP) zeigen unerwartete, signifikante Verbesserungen der seelischen Gesundheit. Das gilt sowohl für diejenigen, die die PrEP-Medikamente dauerhaft nehmen, als auch für diejenigen, die sich nur bei kurzfristigem Bedarf mit der PrEP schützen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Niederländische Forscher:innen haben rückblickend Daten der Amsterdamer <a title="Changes in mental health and drug use among men who have sex with men using daily and event-driven pre-exposure prophylaxis: Results from a prospective demonstration project in Amsterdam, the Netherlands" href="https://www.thelancet.com/journals/eclinm/article/PIIS2589-5370(20)30249-2/fulltext" target="_blank" rel="noopener">AMPrEP</a>-Studie zur HIV-Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) zur seelischen Gesundheit ausgewertet. Bei den über 300 Teilnehmenden zeigten sich unerwartete, signifikante Verbesserungen. Das galt sowohl für diejenigen, die die PrEP-Medikamente dauerhaft nehmen, als auch für diejenigen, die sich nur bei kurzfristigem Bedarf mit der PrEP schützen. Die AMPrEP-Studie vergleicht beide Anwendungsweisen.</p>
<p >Nach Angaben des Forschungsteams um die Amsterdamer Wissenschaftlerin Elske Hoornenburg verbesserte sich während eines dreijährigen Untersuchungszeitraums die seelische Gesundheit vor allem im Sexualverhalten und beim Drogengebrauch. Hatten zu Beginn der Studie 23 Prozent der Teilnehmenden von zwanghaftem und risikoreichem Sex berichtet, waren es drei Jahre später nur noch zehn Prozent. Auch der Konsum von Drogen wie Alkohol und Ecstasy war signifikant zurückgegangen.</p>
<p >Zu den Studienteilnehmenden in der niederländischen Hauptstadt gehören vorwiegend Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), und transgender Personen. Für beide Gruppen gilt, dass sie grundsätzlich ein deutlich erhöhtes Risiko haben, Störungen der seelischen Gesundheit zu entwickeln. Deshalb hatten die Forschungsgruppe schon zu Beginn der Studie im Jahr 2015 gezielt entsprechende Daten erhoben. „Wer die PrEP nimmt, könnte mehr risikoreichen Sex haben, weil er das eigene Ansteckungsrisiko für HIV geringer einschätzt“, lautete die Hypothese des Forschungsteams. Das wiederum könnte zu vermehrten Problemen für die seelische Gesundheit führen. Doch statt der erwarteten Zunahme von Problemen zeigen die Daten einen deutlichen Rückgang bei sexuellem Zwangsverhalten und beim Drogenkonsum.</p>
<p >Auch bei Depressionen und Angststörungen konnte die Studie nicht den befürchteten Anstieg verzeichnen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hiv-prep-seelische-gesundheit-6599/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hiv-prep-seelische-gesundheit-6599/</guid><pubDate>Thu, 27 Aug 2020 11:08:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1597997815_5f3f82f77d2a8.jpeg" length="116477" type="image/jpeg"/><title>Nach Corona-Verbot: Prostituierte fordern sichere Sexarbeit</title><description>Noch immer gibt es Länder, in denen Sexarbeit wegen der #Corona-Krise verboten ist. Während die Schweiz #Sexarbeit bereits im Juni wieder zuließ und Österreich im Juli nachzog, zögern Länder und Kommunen in Deutschland noch. Dagegen protestieren Sexarbeitende landesweit mit Aktionen und Demonstrationen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Noch immer gibt es Länder, in denen Sexarbeit wegen der Corona-Krise verboten ist. Während die Schweiz Sexarbeit bereits im Juni wieder zuließ und Österreich im Juli nachzog, zögern Länder und Kommunen in Deutschland mit der Aufhebung des Verbots. Dagegen protestieren Sexarbeitende landesweit mit Aktionen und Demonstrationen.</p>
<p >Sie berufen sich auf zahlreiche Studien, nach denen Prostitutionsverbote die gesundheitlichen Risiken für die Menschen in der Sexarbeit vergrößern. Denn wenn sie in die Illegalität ausweichen, so argumentiert beispielsweise der deutsche Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (<a title="BESD" href="https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/wissen/besdnotfallfonds/" target="_blank" rel="noopener">BESD</a>), sind Prostituierte schlechter vor Gewalt, aber auch schlechter vor sexuell übertragbaren Infektionen wie HIV geschützt.</p>
<p >Für ein Ende der Verbote verweist der BESD auf die von ihm entwickelten Hygienekonzepte. Die könnten den unterschiedlichen Bereichen der Sexarbeit angepasst werden, ob auf der Straße oder im Bordell. „Nirgendwo wird Sex mit so strikten Auflagen praktiziert wie in professionellen Bordellen“, sagt auch die Deutsche Aidshilfe. Sie fordert, dass Sexarbeiter:innen umgehend wieder ihrer Arbeit nachgehen dürfen. „Sexarbeit darf nicht anders behandelt werden als andere Tätigkeiten mit engem Körperkontakt.“</p>
<p >Mit geeigneten Schutzmaßnahmen wie Desinfektionsmitteln, Kondomen, Handschuhen und Masken sowie Schulungen und Informationskampagnen können Infektionsrisiken eingedämmt werden, schrieb ein Schweizer Aktionsbündnis bereits im Mai an die zuständige Behörde. „Das stellt die HIV-Prävention schon seit Jahren unter Beweis.“</p>
<p >Ein Ende der Verbote würde auch die wirtschaftliche Not mildern, unter der viele Prostituierte leiden. Die Spenden, die einen Notfallfonds für Prostituierte in Deutschland ermöglichten, sind nach Angaben des BESD inzwischen erschöpft.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/verbot-corona-sexarbeit-sicher-6580/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/verbot-corona-sexarbeit-sicher-6580/</guid><pubDate>Fri, 21 Aug 2020 08:08:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1492098395_58ef9d5b63f6e.jpeg" length="47990" type="image/jpeg"/><title>Covid-19: In der Corona-Krise vom Umgang mit HIV lernen</title><description>Um die Forschung zu #Covid-19 besser zu verstehen, haben im #HIV-Bereich erfahrene Nichtregierungsorganisationen ein internationales Beratungsgremium ins Leben gerufen. Das Gremium (#CAAB) soll sicherstellen, dass die laufende Forschung zu Covid-19 zivilgesellschaftliche Aspekte berücksichtigt.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Um Sars-Cov-2, den Erreger der Erkrankung Covid-19, und die weltweite Pandemie sowie die Corona-Krise besser zu verstehen, haben namhafte Organisationen der Zivilgesellschaft ein internationales Beratungsgremium ins Leben gerufen. Das Gremium trägt den Namen Covid Advocacy Advisory Board (<a title="COVID Advocates Advisory Board" href="https://covidadvocates.org" target="_blank" rel="noopener">CAAB</a>). Es soll sicherstellen, dass die laufende Forschung zu Covid-19 zivilgesellschaftliche Aspekte berücksichtigt. Dies gelte sowohl für die Forschung zu Impfstoffen wie auch zur Behandlung und zur Diagnostik, heißt es in einem Aufruf von Anfang August.</p>
<p >Die im HIV-Bereich erfahrenen Nichtregierungsorganisationen (NRO) AVAC, ITPC und TAG sowie die Europäische Aids-Treatment Group (EATG) haben bereits einige engagierte Vertreter:innen für das Beratungsgremium gefunden. Sie alle kommen aus NRO und sind im Bereich Forschung und Entwicklung erfahren. Mindestens sechs Monate lang werden die Expert:innen aus der Zivilgesellschaft im CAAB mitarbeiten. Sie werden dabei eine Reihe von Online-Seminaren durchführen, beispielsweise um die aktuell laufenden Studien zu Covid-19 kennenzulernen.</p>
<p >Ihr Ziel ist es zum einen, der Zivilgesellschaft mehr Orientierung in der Informationsflut zur Pandemie zu bieten. Dabei gilt es auch, Missverständnissen und Irrglauben entgegenzuwirken. Dafür setzt die Initiative auf das Vermitteln von überprüfbarem Wissen und gesicherten Kenntnissen.</p>
<p >Zum anderen will die Initiative dafür sorgen, dass die Interessen der Zivilgesellschaft gestärkt werden. So will sie auch Aktionen unterstützen, die sich beispielsweise für einen gerechten Zugang zu Corona-Tests einsetzen.</p>
<p >Die Zivilgesellschaft hat seit den 1980er Jahren erheblichen Anteil beim Umgang mit dem HI-Virus. Das gilt sowohl für die medizinischen Erfolge als auch für die Prävention und das Verteidigen von Menschenrechten. Als das Immunschwäche-Virus in den 1980er Jahren entdeckt wurde, gab es noch keine wirksamen Medikamente; eine Impfung gegen HIV ist bis heute nicht verfügbar. Doch das Engagement von Aktivist:innen hat erheblich dazu beigetragen, dass HIV heute in einigen Ländern als eine beherrschbare Infektion gilt.</p>
<p >Seit etwa einem halben Jahr bestimmt die Corona-Krise weltweit das öffentliche wie das private Leben. „Mit dem CAAB wollen wir auf den Erfahrungen von Aktivist:innen aus dem HIV-Bereich aufbauen“, heißt es in dem Aufruf der NRO.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/covid-19-corona-krise-hiv-lern-6568/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/covid-19-corona-krise-hiv-lern-6568/</guid><pubDate>Tue, 18 Aug 2020 09:08:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1492098091_58ef9c2b67c5d.jpeg" length="58432" type="image/jpeg"/><title>HIV-Community trifft sich online zur HIV 2020-Konferenz</title><description>Nach einem Monat zieht die alternative Welt-Aids-Konferenz „#HIV 2020“ eine erste Zwischenbilanz. Seit Juli treffen sich #Aktivist:innen aus der ganzen Welt regelmäßig online, um sich über neue Erkenntnisse und Strategien zu HIV auszutauschen. Ein zentrales Ergebnis: die #Corona-Krise gefährdet die Menschenrechte auch für besonders von HIV betroffene Menschen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Nach einem Monat zieht die alternative Welt-Aids-Konferenz „HIV 2020“ eine erste <a title="HIV2020 Online July Recap" href="https://ru.hiv2020.org/post/hiv2020-online-recap-weeks-1-2" target="_blank" rel="noopener">Zwischenbilanz</a>. Seit Juli treffen sich Aktivist:innen aus der ganzen Welt regelmäßig online, um sich über neue Erkenntnisse und Strategien zu HIV auszutauschen. Ein zentrales Ergebnis: die Corona-Krise gefährdet die Menschenrechte auch für besonders von HIV betroffene Menschen. So würden wachsender Populismus und Ultra-Konservative in vielen Ländern die Pandemie nutzen, um Minderheiten auszugrenzen.</p>
<p >Der Grund für das Online-Format von „HIV 2020“ liegt nicht allein in der Covid-19-Pandemie. Die verhinderte zwar, dass die Konferenz wie ursprünglich geplant in Mexiko City stattfinden konnte. Entstanden ist „HIV 2020“ allerdings in Abgrenzung zur „AIDS 2020“. Dazu wollte die Internationale Aids-Gesellschaft, IAS, nach Kalifornien einladen. Doch dagegen hatten Community-Vertreter:innen schon 2018 demonstriert, weil sie sich in „Trumps USA“ nicht sicher und willkommen fühlten. Zudem hatte die IAS den medizinischen Teil und das Global Village geografisch getrennt geplant. Aus Sicht von Zivilgesellschaft, Nicht-Regierungsorganisationen (NRO) und Aktivist:innen wäre dies ein Bruch mit den errungenen Standards gemeinsamen Tagens gewesen.</p>
<p >Für die „HIV 2020“ haben sich vier weltweit engagierte NRO zusammengeschlossen: die Globale Aktion für schwule Männergesundheit und -rechte MPACT, das Internationale Netzwerk von drogennutzenden Menschen INPUD, das Netzwerk der Sexarbeitsprojekte NSWP und das Weltweite Netzwerk von Menschen mit HIV GNP+. Unterstützung bekommt „HIV 2020“ unter anderem von UNAids, den Open Society Foundations und zwei Pharmafirmen.</p>
<p >Zwischen Juli und Oktober bietet „HIV 2020“ eine Reihe von zweistündigen Online-Sessions an, stets in mehreren Sprachen. Schwerpunkte bilden dabei interdisziplinäre und sex-positive Ansätze, die HIV in Zusammenhang mit generellen Gesundheitsthemen und Menschenrechten betrachten. „Wir wollen die führende Rolle deutlich machen, die unsere Gemeinschaften im weltweiten Umgang mit HIV spielen“, heißt es auf der Kongress-Website.</p>
<p >Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember wollen die Veranstaltenden alle Höhepunkte und Ergebnisse mit einem weiteren Online-Event öffentlich machen. Anmeldungen sind weiterhin möglich.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hiv-community-online-konferenz-6541/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hiv-community-online-konferenz-6541/</guid><pubDate>Fri, 07 Aug 2020 09:08:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485727445_588e66d5f087d.jpeg" length="42614" type="image/jpeg"/><title>Aids-Gesellschaft IAS sucht eine neue Geschäftsführung</title><description>Nach annähernd fünf Jahren verlässt Kevin Osborn zu Ende September die Internationale Aids-Gesellschaft (International #AIDS Society, #IAS). Die IAS in Genf hat seine Stelle in der Geschäftsführung zur Neubesetzung ausgeschrieben.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Nach annähernd fünf Jahren verlässt Kevin Osborn zu Ende September die Internationale Aids-Gesellschaft (International AIDS Society, IAS). Die IAS, die ihren Sitz im schweizerischen Genf hat, schreibt seine <a title="Executive Director" href="https://www.iasociety.org/Web/WebContent/File/Vacancies/Job-Ad-Executive-Director.pdf" target="_blank" rel="noopener">Stelle</a> in der Geschäftsführung zur Neubesetzung aus.</p>
<p >Osborn verlässt die IAS aus persönlichen Gründen, um künftig mit seinem Partner in Griechenland zu leben. Die Präsidentin der IAS, Adeeba Kamarulzaman, dankte Osborn „aus tiefstem Herzen für seinen lebendigen Führungsstil und seine mitfühlende Menschlichkeit“.</p>
<p >Osborn, der offen mit HIV lebt, war zunächst Leiter des HIV-Programms bei der IAS. Als Geschäftsführer organisierte er zuletzt die internationale Aids-Konferenz „AIDS 2020“ als Online-Kongress, die gleichzeitig auch die erste wissenschaftliche Covid-19-Konferenz wurde. Zuvor war die Entscheidung der IAS, die Konferenz in Kalifornien stattfinden zu lassen und dort das Global Village vom Hauptkongress zu trennen, auf heftige Kritik von Selbsthilfeorganisationen gestoßen. Sie hatten zur alternativen Community-Konferenz „HIV 2020“ zunächst nach Mexiko eingeladen, diese dann aber ebenfalls online ausgerichtet.</p>
<p >„Wir müssen sicherstellen, dass die hart erarbeiteten Fortschritte im HIV-Bereich nicht ausgehöhlt werden“, schreibt Osborn in seinem Abschiedsschreiben. Für seine Nachfolge sucht die IAS nun nach einer Persönlichkeit, die mindestens zehn Jahre Erfahrung mit dem Führen und Leiten internationaler Organisationen im Gesundheitsbereich hat. Kommissarisch wird die IAS zunächst von der deutschen Birgit Poniatowski geleitet, die bisher den Bereich „Entwicklung und Leistung“ der IAS koordiniert.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/aids-ias-neue-geschaftsfuhrung-6539/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/aids-ias-neue-geschaftsfuhrung-6539/</guid><pubDate>Thu, 06 Aug 2020 09:08:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485814718_588fbbbe04f53.jpeg" length="71423" type="image/jpeg"/><title>Welt-Hepatitis-Tag erinnert an Impfung und Frühdiagnose</title><description>Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli erinnerte die #WHO daran, dass nur noch zehn Jahre bleiben, um #Hepatitis B und C zu eliminieren. Kampagnen setzen auf Aufklärung, Impfung und eine möglichst frühe Diagnose. Schweiz auf gutem Weg.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Nur noch zehn Jahre bleiben, um das Ziel zu erreichen, das die Weltgesundheitsorganisation (<a title="Hepatitis" href="https://www.who.int/health-topics/hepatitis#tab=tab_1" target="_blank" rel="noopener">WHO</a>) schon 2016 für 2030 ausgerufen hat: die Virusinfektionen mit Hepatitis B (HBV) und C (HCV) weltweit zu eliminieren. Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli erinnerte die WHO daran, dass weltweit etwa 325 Millionen Menschen von einer chronischen Hepatitis B oder C betroffen sind. Unter den wenigen Ländern, die HBV und HCV bis 2030 tatsächlich eliminieren könnten, ist die <a title="Schweiz" href="http://www.hepatitis-schweiz.ch/en/de" target="_blank" rel="noopener">Schweiz</a>.</p>
<p >Hepatitis-Viren sind auf der ganzen Welt verbreitet. Die durch diese Viren verursachten Leberentzündungen, Virushepatitiden, zählen zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten. Aktuell unterscheidet die Wissenschaft fünf Virustypen: Hepatitis A, B, C, D und E. Nach Angaben des Robert-Koch-Institut (<a title="Epidemiologisches Bulletin" href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/30-31_20.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noopener">RKI</a>) deuten die Prävalenzdaten in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen darauf hin, dass vulnerable Gruppen stärker betroffen sind. Daher müssten, so das RKI, die Präventionsmaßnahmen zielgerichteter werden.</p>
<p >Manche Hepatitis-Infektionen heilen spontan aus, andere – wie bei den Hepatitiden B, C, D und E – können chronische Verläufe nehmen. Infektionen mit HBV und HCV können außerdem <a title="Willkommen bei der Deutschen Leberstiftung!" href="https://www.deutsche-leberstiftung.de/" target="_blank" rel="noopener">Leberzellkrebs</a> verursachen.</p>
<p >Die meisten der infizierten Menschen wissen nichts von ihrer Erkrankung. Deshalb setzen die WHO und nationale Kampagnen auf Aufklärung, Impfung und eine möglichst frühe Diagnose. Denn Hepatitis C lässt sich seit einigen Jahren innerhalb von zwölf Wochen mit einer gut verträglichen Therapie heilen. „Wir haben in der Therapie der verschiedenen Virushepatitiden viel erreicht. Nun müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass diese positiven Entwicklungen auch allen Betroffenen zugutekommen. Hier ist auch die Politik gefordert“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Leberstiftung, Michael P. Manns und unterstrich die Bedeutung der Früherkennung. In Deutschland hat die <a title="Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen - BIS 2030" href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/hiv-hepatitis-und-sti/bis-2030.html" target="_blank" rel="noopener">Bundesregierung</a> 2016 die Strategie „BIS 2030“ zur „Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen“ beschlossen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hepatitis-impfung-fruhdiagnose-6507/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hepatitis-impfung-fruhdiagnose-6507/</guid><pubDate>Thu, 30 Jul 2020 10:07:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485727845_588e68651b057.jpeg" length="35110" type="image/jpeg"/><title>EMA empfiehlt Dapivirin-Vaginalring zum Schutz vor HIV</title><description>In der vergangenen Woche sprach sich die European Medicine Agency (#EMA) für die Zulassung des Vaginalrings mit dem Wirkstoff #Dapivirin zur #HIV-Prävention aus. Mit dem Ring aus einem flexiblen Silikon-Material können sich cis Frauen unabhängig von ihren männlichen Partnern vor einer Infektion mit HIV Typ 1 schützen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >In der vergangenen Woche sprach sich die European Medicine Agency (<a title="Dapivirine Vaginal Ring 25 mg" href="https://www.ema.europa.eu/en/documents/medicine-outside-eu/dapivirine-vaginal-ring-25-mg-summary-opinion_en.pdf" target="_blank" rel="noopener">EMA</a>) für die Zulassung des Vaginalrings mit dem Wirkstoff Dapivirin zur HIV-Prävention aus.</p>
<p >Mit dem Ring aus einem flexiblen Silikon-Material können sich cis Frauen unabhängig von ihren männlichen Partnern vor einer Infektion mit HIV Typ 1 schützen. Sie setzen den Ring in die Vagina ein, wo er 28 Tage lang seinen Wirkstoff abgibt. Es handelt sich dabei um 25 mg des nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitors (NNRTI) namens Dapivirin.</p>
<p >Schon 2017 hatte die Internationale Partnerschaft für Mikrobizide (IPM) die EMA um eine Prüfung gebeten. Die europäische Behörde übernimmt die Begutachtung im Rahmen der Initiative „EU Medicines for all“ Damit entlastet die EMA Länder, denen die Ressourcen für ein aufwändiges Zulassungsverfahren fehlen. Beim Prüfen des Vaginalrings arbeitete die EMA eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und mit Patientinnenvertreterinnen zusammen.</p>
<p >Seine Wirksamkeit wie auch seine Sicherheit hat der Vaginalring bei zahlreichen Studien bewiesen. Insbesondere „The Ring Study“ und „ASPIRE“ zeigten langfristigen Erfolg bei mehr als 4.500 Frauen in Malawi, Südafrika, Uganda und Simbabwe. Zusätzlich lagen der EMA Daten aus weiteren 35 klinischen Studien vor.</p>
<p >Die EMA empfiehlt die Zulassung für Frauen ab 18 in Kombination mit weiteren Safer-Sex-Praktiken. Dafür wird die IPM gemeinsam mit der WHO Zulassungsprotokolle entwickeln. Außerdem sollen weitere Studien zeigen, ob der Ring auch als Dreimonatsring wirkt und ob er sich mit der empfängnisverhütenden Substanz Levonorgestrel kombinieren lässt.</p>
<p >„Frauen haben einen dringenden Bedarf an HIV-Prävention. Der Dapivirin-Vaginalring muss so schnell wie möglich auf den Markt kommen“, kommentiert <a title="Understanding the EMA Opinion and Next Steps for the Dapivirine Vaginal Ring" href="https://www.avac.org/understanding-ema-opinion-next-steps-dapivirine-ring" target="_blank" rel="noopener">AVAC</a>, die weltweite Interessenvertretung für HIV-Prävention, die EMA-Empfehlung. Sie fordert auch weitere Studien, die zeigen, wie der Ring sich bei heranwachsenden, schwangeren und stillenden Frauen bewährt.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/vaginalring-hiv-schutz-ema-6506/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/vaginalring-hiv-schutz-ema-6506/</guid><pubDate>Tue, 28 Jul 2020 09:07:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485722714_588e545abf105.jpeg" length="27427" type="image/jpeg"/><title>Schutz vor HIV durch Langzeit-PrEP: Spritzen statt Tabletten</title><description>Neues zur HIV- #PrEP: Mit Injektionen erfolgreich gegen Infektionen. Studie bei der @AIDS_conference zeigt, dass eine Spritze als Prä-Expositionsprophylaxe erfolgreich vor einer #HIV-Infektion schützen kann. Eine Injektion alle 8 Wochen ist sogar noch wirksamer als 1 Tablette pro Tag.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Forscher:innen des HIV-Präventionsstudiennetzwerks HPTN präsentierten Anfang Juli bei der 23. Internationalen Aids-Konferenz neue Daten zur HIV-Prophylaxe. Das Netzwerk hatte in seiner Studie <a title="HPTN 083 Study Demonstrates Superiority of Cabotegravir for the Prevention of HIV" href="https://www.hptn.org/news-and-events/press-releases/hptn-083-study-demonstrates-superiority-cabotegravir-prevention-hiv" target="_blank" rel="noopener">HPTN 083</a> zwei Arten der HIV-PrEP miteinander verglichen: die tägliche Einnahme einer Tablette und die Injektion eines Wirkstoffs alle zwei Monate. Die Spritze stellte sich als noch wirksamer beim Schutz vor HIV heraus.</p>
<p >Im Mai 2020 hatte der Zwischenbericht zur Studie insgesamt 52 HIV-Infektionen unter den 4.570 Beteiligten gezählt. Davon stammten 13 aus dem Studienarm mit der Langzeit-Injektion, 39 aus der Gruppe, die täglich Tabletten schluckt.</p>
<p >Sich mit Medikamenten vor einer HIV-Infektion zu schützen, ist schon seit einigen Jahren möglich. Die Wirkstoffe, die aus der HIV-Therapie stammen, sind sowohl in Deutschland wie auch in Österreich und der Schweiz für den Schutz vor HIV zugelassen. Die als Prä-Expositionsprohylaxe, kurz PrEP, bekannte Methode hilft Menschen, für die andere Methoden der HIV-Prävention nicht in Betracht kommen.</p>
<p >Die täglich einzunehmende Tablette besteht aus den kombinierten Wirkstoffen Tenofovir und Emtricitabine. Die Injektionslösung enthält dagegen langzeitwirksames Cabotegravir. In der klinischen Studie bewies die Zwei-Monats-Spritze ihre Wirksamkeit für cis Männer und trans* Frauen, die Sex mit Männern haben.</p>
<p >„Wir müssen nun sicherstellen, dass auch die Studie HPTN 084 mit demselben Produkt für cis Frauen schnellstmöglich fertig wird“, sagte Mitchell Warren von <a title="Injectable PrEP is Highly Effective for Some Populations and Must Move Forward as Quickly as Possible" href="https://www.avac.org/blog/injectable-prep-highly-effective-some-populations-and-must-move-forward-quickly-possible" target="_blank" rel="noopener">AVAC</a>, der Globalen Interessensvertretung für HIV-Prävention.</p>
<p >An der Studie HPTN 083 waren überwiegend cis Männer, aber auch 12 Prozent trans* Frauen, die Sex mit Männern haben, beteiligt. Zwei Drittel der Teilnehmenden waren jünger als 30 Jahre, die beteiligten Länder waren Argentinien, Brasilien, Peru, Südafrika, Thailand und die USA. Die Hälfte der US-amerikanischen Teilnehmenden bezeichnete sich als schwarz oder afro-amerikanisch.</p>
<p >Langzeitwirkstoffe gelten, so die AVAC-Webseite, als wichtiger Bestandteil in der HIV-Prävention, weil sie Vorteile für bestimmten Lebenslagen haben, nicht nur in der aktuellen Corona-Krise.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/langzeit-schutz-prep-spritze-6485/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/langzeit-schutz-prep-spritze-6485/</guid><pubDate>Thu, 23 Jul 2020 09:07:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485818078_588fc8de27fd8.jpeg" length="33307" type="image/jpeg"/><title>Neue Studienergebnisse zu Dolutegravir und Schwangerschaft</title><description>Schwangere, die ihre #HIV-Infektion mit #Dolutegravir behandeln lassen, waren in der Vergangenheit besorgt, ob das Medikament ihrem Kind schaden könnte. Neue Forschungsergebnisse nennen den Nutzen höher als das nicht-signifikante #Risiko. Gleichzeitig fordern die Wissenschaftler: innen weitere Studien.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Schwangere, die ihre HIV-Infektion mit Dolutegravir behandeln lassen, waren in der Vergangenheit besorgt, ob das Medikament ihrem Kind schaden könnte. Neue Forschungsergebnisse nennen den Nutzen höher als das nicht-signifikante Risiko. Gleichzeitig fordern die Wissenschaftler:innen jedoch weitere Studien.</p>
<p >Der Wirkstoff Dolutegravir, der in der HIV-Behandlung eingesetzt wird, steht schon länger unter kritischer Beobachtung. Denn das Medikament, das zur Klasse der Integrase-Hemmer (INSTI für Integrase Strand Transfer Inhibitor) gehört, stand im Verdacht, Neuralrohrschäden zu verursachen. Neuralrohrschäden entstehen in den ersten Wochen nach der Empfängnis und bewirken Veränderungen an der Wirbelsäule, dem Rückenmark und dem Gehirn des Kindes. Die Ursachen für die Defekte am Neuralrohr sind nicht vollständig geklärt; ein Mangel an Folaten oder Folsäure in der Schwangerschaft gilt als Risikofaktor.</p>
<p >Bei der Internationalen Aids-Konferenz, die Anfang Juli als „AIDS 2020 virtual“ online stattfand, stellten zwei Forschungsteams ihre neuen Studienergebnisse zu Dolutegravir und Schwangerschaft vor.</p>
<p >Rebecca Zash aus Boston in den USA und ihre Kolleg:innen haben dafür Daten von 158.244 Geburten ausgewertet. Ihr <a title="“If we don’t encompass females in trials, we are no longer conserving females”" href="https://www.rajasthancoverage.com/2020/07/10/if-we-dont-encompass-females-in-trials-we-are-no-longer-conserving-females/" target="_blank" rel="noopener">Ergebnis</a> zeigt keine Häufung von Neuralrohrdefekten, die sich mit der Einnahme von Dolutegravir in Verbindung bringen ließe. Auf eintausend Geburten, bei denen die Mütter das Medikament nahmen, kam ein zusätzlicher Neuralrohrdefekt. Die Forscher:innen verglichen zudem die Häufigkeit von Neuralrohrdefekten bei Babys von Frauen mit HIV, die Dolutegravir in der Schwangerschaft nahmen, und bei Frauen ohne HIV. Bei denen, die Dolutegravir in der Schwangerschaft starteten, lag die Prävalenz bei 0,04 Prozent. Bei Frauen ohne HIV betrug der Prozentsatz 0,07. „Diese Ergebnisse erlauben den breiten Einsatz von Dolutegravir bei Frauen“, sagte Zash, die in seit 2014 entsprechende Daten in Botswana erhebt.</p>
<p >Auch eine <a title="Pregnant women on dolutegravir experience better HIV viral suppression rates vs. efavirenz" href="https://www.healio.com/news/pediatrics/20200713/pregnant-women-on-dolutegravir-experience-better-hiv-viral-suppression-rates-vs-efavirenz" target="_blank" rel="noopener">Metaanalyse</a> von Daten beschäftigte sich mit der Sicherheit und Wirksamkeit von Dolutegravir in der Schwangerschaft. Sumbul Fatima Asif vom Imperial College in London hat zusammen mit ihren Kolleg:innen festgestellt, dass Dolutegravir die Viruslast bei Schwangeren schneller unterdrückt als beispielsweise das Medikament Efavirenz. Daraus ließen sich jedoch keine Auswirkungen auf die vertikale Transmission von HIV ableiten: „Wir fanden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Mutter-zu-Kind-Übertragung.“ Beide Medikamente wirken demnach vergleichbar sicher.</p>
<p >Die Forschungsergebnisse bestätigen die Position der <a title="Update of recommendations on first- and second-line antiretroviral regimens" href="https://www.who.int/hiv/pub/arv/arv-update-2019-policy/en/" target="_blank" rel="noopener">Weltgesundheitsorganisation</a> aus 2019, die Dolutegravir als Erst- und Zweitlinientherapie empfiehlt. Übereinstimmend fordern die Forscher:innen, Frauen mit HIV in Studien konsequent einzuschließen, um sie und ihre Babys besser schützen zu können.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/schwangerschaft-dolutegravir-6484/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/schwangerschaft-dolutegravir-6484/</guid><pubDate>Tue, 21 Jul 2020 09:07:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485812797_588fb43d58f4e.jpeg" length="61195" type="image/jpeg"/><title>Dringender Aufruf an Patienten auf Kaletra</title><description>Kaletra wird im Moment dringend gebraucht, um mit dem Coronavirus erkrankte Patienten zu behandeln. Die Kliniken haben zuwenig Lager. 

Bitte bringt alles Kaletra was ihr an Lager habt sofort in die Klinik zurück und lasst Eure HIV-Therapie umstellen. Falls eine Umstellung nicht möglich sein sollte, wird Euer Arzt das mit Euch besprechen. Der Entscheid liegt auch bei Euch als Patienten - Eure Solidarität kann Leben retten.</description><content:encoded><![CDATA[ <p>Kaletra wird im Moment dringend gebraucht, um mit dem Coronavirus erkrankte Patienten zu behandeln. Die Kliniken haben zuwenig Lager.</p>
<p>Bitte bringt alles Kaletra was ihr an Lager habt sofort in die Klinik zurück und lasst Eure HIV-Therapie umstellen. Falls eine Umstellung nicht möglich sein sollte, wird Euer Arzt das mit Euch besprechen. Der Entscheid liegt auch bei Euch als Patienten - Eure Solidarität kann Leben retten.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/covid19-6044/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/covid19-6044/</guid><pubDate>Mon, 16 Mar 2020 14:03:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485814743_588fbbd787d44.jpeg" length="75261" type="image/jpeg"/><title>People living with HIV at no greater risk of COVID-19, than general population</title><description>There is no evidence that people living with HIV are at greater risk of COVID-19, or more severe disease if affected, than the general population. That’s the message from the British HIV Association (BHIVA) who released updated guidance on the matter today.

Data presented at the Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) earlier this month found no evidence to suggest a link between HIV status and increased likelihood of contracting Coronavirus or worse outcome from the COVID-19 condition.</description><content:encoded><![CDATA[ <p>There is no evidence that people living with HIV are at greater risk of COVID-19, or more severe disease if affected, than the general population. That’s the message from the British HIV Association (BHIVA) who released updated guidance on the matter today.</p>
<p>Data presented at the Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) earlier this month found no evidence to suggest a link between HIV status and increased likelihood of contracting Coronavirus or worse outcome from the COVID-19 condition.</p>
<p>There has been one case report published of a man with HIV and diabetes who was hospitalised with COVID-19, treated with lopinavir/ritonavir and who subsequently recovered.</p>
<p>BHIVA recommends following national advice as provided here <a href="https://www.gov.uk/guidance/coronavirus-covid-19-information-for-the-public" target="_blank" rel="noopener">https://www.gov.uk/guidance/coronavirus-covid-19-information-for-the-public</a> (or whatever guidance is appropriate in your country) and encourages people with HIV to ensure they have had their flu and appropriate pneumococcal vaccines (as per BHIVA vaccine guidelines.)</p>
<p>They also advise that patients have at least 30-days medication available and sufficient supply to allow for possible travel restrictions or quarantine, if they are planning to leave the UK.</p>
<p>For more information please see the statement on the BHIVA website: <a href="https://www.bhiva.org/BHIVA-statement-on-COVID-19" target="_blank" rel="noopener">https://www.bhiva.org/BHIVA-statement-on-COVID-19</a></p> ]]></content:encoded><link>/de/news/covid-19-6034/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/covid-19-6034/</guid><pubDate>Fri, 13 Mar 2020 13:03:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1582871466_5e58b3aab4c11.jpeg" length="35241" type="image/jpeg"/><title>Österreich startet neuartigen Lehrgang für Sexarbeiterinnen</title><description>Sexualbegleitung und -assistenz ist #Sexarbeit mit älteren Menschen und mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Die #Volkshilfe Wien bietet ab April mit ihrem Beratungszentrum „#Sophie“ einen sechstägigen Lehrgang für Sexarbeiterinnen in Österreich an.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Bereit für eine neue Aufgabe? Interessiert, Neues zu lernen? Mit diesen Fragen kündigt das Wiener Beratungszentrum <a title="Sophie " href="http://www.sophie.or.at/2020/01/17/lehrgang-sexualbegleitung-sexualassistenz/" target="_blank" rel="noopener">Sophie</a> einen neuartigen Lehrgang für Sexarbeiterinnen an. In einem sechstägigen Kurs, so das Zentrum, erhalten Fortbildungsinteressierte das Know-how für ein neues Einsatzgebiet. Erfahrene Sexarbeiterinnen können sich für die Sexualbegleitung oder-assistenz qualifizieren.</p>
<p >Sexualbegleitung und -assistenz ist Sexarbeit mit älteren Menschen und mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Meist leben diese Menschen nicht allein, sondern in Familien oder in Einrichtungen. Ihre oft körperlichen, manchmal aber auch psychischen Einschränkungen hindern sie, sexuelle Dienstleistungen auf klassischem Weg, beispielsweise in Bordellen, in Anspruch zu nehmen.</p>
<p >Mit dem neuartigen Angebot reagieren die Volkshilfe Wien und ihre Beratungsstelle Sophie auf den veränderten Umgang mit Sexualität im Alter und bei Beeinträchtigungen. Die Wiener Antidiskriminierungsstelle (WASt) begrüßt das Angebot. „Es ist ein wichtiger Schritt hin zum diskriminierungsfreien und selbstbestimmten Wahrnehmen, Zulassen und respektvollen Ausleben sexueller Bedürfnisse aller Menschen”, schreibt WASt-Leiter Wolfgang Wilhelm in einer Unterstützungserklärung.</p>
<p >Der Lehrgang für die Sexarbeiterinnen soll, so Sophie, auch dem Pflegepersonal dienen: „Sexualbegleitung und -assistenz helfen dabei, pflegerische und sexuelle Handlungen besser abzugrenzen und Übergriffen auf das Pflegepersonal vorzubeugen.“</p>
<p >Um adäquat auf die sexuellen Bedürfnisse von älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen einzugehen, hat Österreichs größte Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen ein spezielles Curriculum für den Kurs entwickelt. „Fundiertes, theoretisches und praktisches Wissen im Umgang mit alten Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen“ will das neue Angebot vermitteln. Außerdem im Programm: „Wissen über die rechtlichen, wirtschaftlichen und strukturellen Bedingungen der Sexualassistenz und -begleitung.“</p>
<p >Der erste Kurs startet im Mai, Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Kosten liegen bei 600 Euro; Fördermöglichkeiten sind vorgesehen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/osterreich-lehrgang-sexarbeit-5976/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/osterreich-lehrgang-sexarbeit-5976/</guid><pubDate>Tue, 03 Mar 2020 07:03:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485763115_588ef22b3005b.jpeg" length="53935" type="image/jpeg"/><title>Schistosomiasis – höheres HIV-Risiko für Frauen</title><description>Sie gilt als unterschätzte und vernachlässigte Erkrankung: die Infektion mit dem tropischen Parasiten #Schistosoma haematobium. Der Pärchenegel kann durch die Haut eindringen und im weiblichen Genitaltrakt Läsionen und Entzündungen hervorrufen und so das Risiko für #HIV-Infektionen vervielfachen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Sie gilt als unterschätzte und vernachlässigte Erkrankung: die Infektion mit dem tropischen Parasiten Schistosoma haematobium. Der Pärchenegel, wie er im Deutschen heißt, lebt vor allem im Süßwasser vieler Länder Afrikas und des mittleren Ostens. Er kann durch die Haut eindringen und im menschlichen Genitaltrakt Läsionen und Entzündungen hervorrufen. Allein in Subsahara-Afrika sind 56 Millionen Mädchen und Frauen infiziert.</p>
<p >UNAids und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) machen mit einer gemeinsamen <a title="Veröffentlichung" href="https://bit.ly/2PoMO8t" target="_blank" rel="noopener">Veröffentlichung</a> auf die schwerwiegenden Folgen einer Schistosomias-Infektion für allem für Frauen aufmerksam. „Die Symptome einer Infektion umfassen vaginalen Ausfluss, blutigen Ausfluss, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr, Jucken und Brennen, Schmerzen im Beckenbereich und Schmerzen nach dem Geschlechtsverkehr. Zu den möglichen Folgen gehören Unfruchtbarkeit, ektopische Schwangerschaften, Fehlgeburten, Inkontinenz sowie Tumoren an der Vulva, in der Vagina oder am Muttermund.“</p>
<p >Die Infektion des weiblichen Genitalbereichs mit dem Schistosoma-Parasiten (Female genital schistosomiasis, FGS) bewirke außerdem eine Zunahme der Rezeptoren, die eine HIV-Infektion erleichtern. Auch die Läsionen und Geschwüre erleichterten dem HI-Virus seine Verbreitung. Noch fehle es aber an Studien, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können.</p>
<p >Mit dem Wurm-Medikament Praziquantel steht zwar ein wirksames Mittel zur Behandlung zur Verfügung. Doch da der Mensch als Endwirt für den Pärchenegel gilt, können Infektionszyklen am besten durch Aufklärung und Behandlung unterbrochen werden, so WHO und UNAids.</p>
<p >Beide Organisationen fordern, bei bestehenden Programmen für die sexuelle Gesundheit von Frauen auch ein Bewusstsein für FGS zu entwickeln. Die Infektion kann alle Menschen betreffen, die sich in den Endemiegebieten aufhalten, also auch Reisende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/schistosomiasis-hiv-frauen-5968/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/schistosomiasis-hiv-frauen-5968/</guid><pubDate>Fri, 28 Feb 2020 07:02:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1501920834_59857e4247673.jpeg" length="32228" type="image/jpeg"/><title>Brauchen Babys von Müttern mit HIV den ART-Schutz?</title><description>Sollen Babys, die von Müttern mit HIV geboren werden, direkt nach ihrer Geburt antiretrovirale Medikamente bekommen, um sie vor einer #HIV-Übertragung zu schützen? Nachdem Daten aus der Schweiz beim #EACS 2019 vorgestellt wurden, stehen in Europa nun die entsprechenden Leitlinien auf dem Prüfstand.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Sollen Babys, die von Müttern mit HIV geboren werden, direkt nach ihrer Geburt antiretrovirale Medikamente bekommen, um sie vor einer HIV-Übertragung zu schützen? Bislang sieht die Deutsch-Österreichische Leitlinie zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV-exponierten Neugeborenen dies vor.</p>
<p >Doch Daten aus der Schweiz legen nahe, dass eine solche Medikamentengabe als neonatale Post-Expositionsprophylaxe, kurz NeoPEP, unter bestimmten Umständen unnötig ist. Die Auswertung zweier Studien aus der Schweiz hatte dort bereits im Jahr 2016 eine Änderung der Empfehlungen zur Folge. So berichteten Schweizer WissenschaftlerInnen beim Europäischen Aids-Kongress (<a title="EACS 2019" href="https://bit.ly/32sALfq" target="_blank" rel="noopener">EACS</a> 2019) in Basel Ende 2019 von einem Rückgang der NeoPEP um über 86 Prozent – ohne dass es zu einer einzigen HIV-Infektion für die Babys gekommen wäre. Voraussetzung dafür sei jedoch die optimale HIV-Therapie der Mutter und ihre sonstige Gesundheit. So müsse beispielsweise die HI-Viruslast der Schwangeren im dritten Trimenon der Schwangerschaft konsequent unterhalb der Nachweisgrenze liege.</p>
<p >Auch beim Symposium „HIV und Schwangerschaft“ im deutschen Oberursel Ende Januar waren die Schweizer Daten ein Thema für die Fachwelt. „Noch in diesem Jahr soll die bestehende Deutsch-Österreichische Leitlinie überarbeitet werden“, sagt Ulrike Sonnenberg-Schwan. Die Vorsitzende der Sektion All Around Women in der Deutschen Aids-Gesellschaft ist Mitglied der Leitlinienkommission. „Ich gehe fest davon aus, dass wir dann auch die Schweizer Empfehlungen diskutieren werden.“</p>
<p >Neue Aufmerksamkeit für den Umgang mit Neugeboren schafft eine aktuelle Publikation der britischen Online-Plattform i-<a title="i-Base" href="http://i-base.info/htb/37152" target="_blank" rel="noopener">Base</a>. Deren HIV-Treatment Bulletin vom 24. Februar greift die Schweizer Daten auf und erwartet auch seitens der britischen Leitlinien eine Anpassung.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/babys-mutter-hiv-art-schweiz-5967/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/babys-mutter-hiv-art-schweiz-5967/</guid><pubDate>Wed, 26 Feb 2020 07:02:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1582129793_5e4d6281c38d4.jpeg" length="58245" type="image/jpeg"/><title>Fasnacht, Fasching, Karneval – Immunsystem unter Stress?</title><description>Am Donnerstag geht es vielerorts in den Endspurt der so genannten fünften Jahreszeit. Dann stehen im deutschsprachigen Raum zahllose Feiern an. Ob beim Straßenkarneval in den deutschen #Karnevalshochburgen, bei den Faschingsfesten in Österreich oder beim Fasnachtsbrauch in der #Schweiz: überall kommen sich die Menschen näher als im sonstigen Alltag.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Am Donnerstag geht es vielerorts in den Endspurt der so genannten fünften Jahreszeit. Dann stehen im deutschsprachigen Raum zahllose Feiern zur und vor der Fastenzeit an. Ob beim Straßenkarneval in den deutschen Karnevalshochburgen, bei den Faschingsfesten in Österreich oder beim Fasnachtsbrauch in der Schweiz: überall kommen sich die Menschen näher als im sonstigen Alltag.</p>
<p >„Wenn viele Menschen zusammenkommen, können Krankheitserreger wie Erkältungs- und Grippeviren leicht übertragen werden,“ schreibt die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (<a title="Infografiken" href="https://www.infektionsschutz.de/mediathek/infografiken.html" target="_blank" rel="noopener">BZgA</a>) in einer Pressemitteilung. Sie erinnert daran, was neben vorbeugenden Impfungen noch hilft: „Das Einhalten der sogenannten Husten- und Nies-Etikette sowie einfache Hygieneregeln wie das regelmäßige und gründliche Händewaschen können einer Ansteckung vorbeugen.“</p>
<p >Dass während der tollen Tage nicht nur Grippeviren das Immunsystem herausfordern können, weiß auch die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG). Sie betont den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI): „Safer-Sex-Strategien sind auch für feucht-fröhliche (Karnevals-) Bekanntschaften ein wichtiges Thema.“ Und empfiehlt, bei möglichen Ansteckungsrisiken oder gar Symptomen, den Arztbesuch. „STI-Tests bringen schnell Klarheit, gerade nach der Karnevalszeit.“</p>
<p >Traditionell stehen die Feiern vor der Fastenzeit im Kontrast zu den sich anschließenden, eher enthaltsamen Tagen bis Ostern. Denn vor dem Entbehren „lassen es die Narren und Jecken es noch mal richtig krachen.“ So titeln deutschsprachige Medien, ob kommunale Zeitung oder „Der Spiegel“.</p>
<p >Ob bei dieser Tradition christliche oder heidnische Elemente überwiegen, diskutieren Fachleute aus der Brauchtumsforschung sehr unterschiedlich. Auch in säkularen Gemeinschaften verzichten viele Menschen während der Fastenzeit, die bis Ostern andauert, auf sonst Gewohntes. Das kann, je nach persönlicher Neigung oder Konfession, Fleischverzehr sein, Alkoholkonsum oder auch Sex.</p>
<p >„Wer in Gesellschaft husten oder niesen muss, nimmt Rücksicht und die Armbeuge. Wer Sex hat, spricht den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen an oder nimmt direkt Kondome,“ lauten die beiden Hauptregeln, die das Immunsystem an den tollen Tagen unterstützen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/fasnacht-fasching-karneval-5951/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/fasnacht-fasching-karneval-5951/</guid><pubDate>Wed, 19 Feb 2020 15:02:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1581667592_5e46550888423.png" length="709935" type="image/png"/><title>Volksabstimmung in der Schweiz: Mehr Schutz für Homosexuelle</title><description>Die Bevölkerung der Schweiz hat sich bei einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen zu verbieten. Bislang ist Schweiz nur die Diskriminierung aufgrund einer Ethnie oder Religion verboten. Nun soll die bestehende Strafnorm erweitert werden und auch die sexuelle Orientierung schützen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Die Bevölkerung der Schweiz hat sich bei einer <a title="Volksabstimmung vom 9. Februar 2020" href="https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/abstimmungen/20200209.html" target="_blank" rel="noopener">Volksabstimmung</a> mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen zu verbieten. „Ein schlechter Tag für Intolerante“, kommentiert das Boulevard-Blatt „<a title="Ein schlechter Tag für Intolerante" href="https://www.blick.ch/meinung/kommentare/klares-ja-zu-mehr-schutz-vor-diskriminierung-ein-schlechter-tag-fuer-intolerante-id15740713.html" target="_blank" rel="noopener">Blick</a>“ aus Zürich das Votum vom 9. Februar 2020.</p>
<p >Bislang ist in der Schweiz nur die Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Ethnie oder Religion verboten. Nun soll die bestehende Anti-Rassismus-Strafnorm erweitert werden und auch die sexuelle Orientierung schützen. Mehr als 60 Prozent der Stimmberechtigten haben für die Gesetzesänderung und damit für mehr Schutz von Lesben, Schwulen und Bisexuellen in der Schweiz votiert.</p>
<p >Noch kann in der Schweiz niemand belangt werden, der öffentlich zu Hass und Hetze gegen Nicht-Heterosexuelle aufruft. Das soll sich mit der Gesetzeserweiterung ändern. In der Vergangenheit kam es nach Angaben des Schweizer Dachverband der schwulen und bisexuellen Männer, Pink Cross, zwei Mal pro Woche zu homophoben Hassdelikten. Künftig dürfen öffentliche Einrichtungen und Dienstleister wie Schwimmbäder, Verkehrsunternehmen aber auch Hotels, Kinos und Gaststätten niemanden mehr aufgrund der sexuellen Orientierung abweisen. Ansonsten drohen Strafen bis zu drei Jahren Haft.</p>
<p >Die Schweizer Bundesversammlung hatte sich bereits 2018 für eine Ausweitung des Gesetzes ausgesprochen. Allerdings waren die rechtspopulistische Schweizer Volkspartei (SVP) und die christlich-konservative Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) dagegen. Sie fürchteten um die Meinungs- und Glaubensfreiheit und stießen die Volksabstimmung an.</p>
<p >Eine weitere Volksabstimmung soll der Schweiz nun auch die Ehe für alle bringen. Dazu berichtet die <a title="Abstimmung über Ehe für alle hätte gute Chancen" href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/abstimmung-ueber-ehe-fuer-alle-haette-gute-chancen-136349745" target="_blank" rel="noopener">Aargauer Zeitung</a> von einer Meinungsumfrage, nach der ebenfalls über 60 Prozent dafür stimmen würden. Bisher sind in der Schweiz lediglich eingetragene Partnerschaften möglich.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/mehr-schutz-fur-homosexuelle-5936/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/mehr-schutz-fur-homosexuelle-5936/</guid><pubDate>Sat, 15 Feb 2020 07:02:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485811013_588fad45b6e2f.jpeg" length="25601" type="image/jpeg"/><title>Zum Valentinstag: Reden über Safer Sex kann romantisch sein</title><description>Der Valentinstag sei ein guter Zeitpunkt, um über sexuell übertragbare Infektionen, #STI, zu sprechen. Die Stigmatisierung von STI müsse, so die #DSTIG, beendet werden, damit Arztbesuche nicht aus falscher Scham vermieden werden. Safer Sex und Kondomgebrauch als Gesprächsthema zeigten ganz romantisch, „dass mir die eigene und die Gesundheit meines Partners am Herzen liegen“.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Der Valentinstag sei ein guter Zeitpunkt, um über sexuell übertragbare Infektionen, STI, zu sprechen. Darauf weist der Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG), Norbert H. Brockmeyer zum diesjährigen 14. Februar hin.</p>
<p >„Oftmals wird das eigene Risiko für eine STI-Infektion unterschätzt. Dabei ist aktuell gerade bei jüngeren Menschen ein Anstieg insbesondere bei den Chlamydien und der Gonorrhoe zu beobachten“, teilt die <a title="Happy (Safer) Valentine’s Day" href="https://dstig.de/images/Presse/pm-dstig-valentinstag-2020.pdf" target="_blank" rel="noopener">DSTIG</a> in einer Pressemitteilung mit. HIV und andere STI seien zwar medikamentös gut behandelbar. Doch dafür müssten Diagnose und Therapie möglichst frühzeitig erfolgen. Dann ließen sich Spätfolgen, beispielsweise ungewollte Kinderlosigkeit, vermeiden. STI-Tests, die vielerorts auch anonym angeboten werden, brächten hier schnelle und wirksame Klarheit.</p>
<p >Die Stigmatisierung von STI müsse beendet werden, damit Arztbesuche nicht aus falscher Scham vermieden werden. Die DSTIG setzt sich für ein gesellschaftliches Klima ein, in dem ein offener Diskurs über Sexualität, sexuelle Gesundheit und das selbstbestimmte Ausleben der Sexualität möglich sind.</p>
<p >Safer Sex und Kondomgebrauch sollten unbedingt Gesprächsthema sein, empfiehlt Brockmeyer. Das sei kein Zeichen von Misstrauen, sondern zeige gerade auch zum Valentinstag, “dass mir die eigene und die Gesundheit meines Partners am Herzen liegen“.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/valentinstag-romantisch-sex-5935/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/valentinstag-romantisch-sex-5935/</guid><pubDate>Fri, 14 Feb 2020 07:02:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1485817850_588fc7fa6840b.jpeg" length="27339" type="image/jpeg"/><title>Rückschlag bei der Entwicklung eines HIV-Impfstoffs</title><description>Ein enttäuschender Rückschlag für die Forschung: Große Studie in Südafrika für die Suche nach einem möglichen Impfstoff gegen HIV wurde gestoppt. Der Grund: Es gebe überhaupt keinen Hinweis auf die Wirksamkeit des eingesetzten Impfstoffes.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Seit 2016 untersuchte eine <a title="Another HIV vaccine strategy fails in large-scale study" href="https://www.sciencemag.org/news/2020/02/another-hiv-vaccine-strategy-fails-large-scale-study" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> in Südafrika einen möglichen Impfstoff gegen HIV. Nun haben die Behörden die Studie gestoppt. Der Grund: „Es gibt überhaupt keinen Hinweis auf die Wirksamkeit des Impfstoffes”, sagte Glenda Gray, die Präsidentin des südafrikanischen Medical Research Council (MRC) in Kapstadt. Sie sei „sehr enttäuscht“ vom Abbruch, auch wenn die Studienbeteiligung von den Geldgebern sehr gelobt wurde.</p>
<p >Über 5.000 Freiwillige hatten an der Studie mit dem Namen HVTN 702 teilgenommen. Zum Einsatz kam die modifizierte Version eines Wirkstoffs, der in einer früheren klinischen Studie in Thailand vielversprechende Ergebnisse aufgewiesen hatte. Die Studienteilnehmenden in Südafrika erhielten je zur Hälfte entweder den Wirkstoff oder ein Placebo als Injektion.</p>
<p >Ursprünglich hätte die Studie, die auch unter dem Namen Uhambo lief, bis Sommer 2022 dauern sollen. Doch die begleitende Auswertungsgruppe, das Data Safety and Monitoring Board (DSMB), konnte in seiner Zwischenbilanz keinen Nutzen der Impfung feststellen. Denn in beiden Studiengruppen, der mit dem Impfstoff und der mit dem Placebo, infizierten sich annähernd gleich viele Menschen mit HIV. „In der geimpften Gruppe waren es 129, in der Placebo-Gruppe 123.“ Unter diesen Umständen sei es sinnlos, die Studie fortzusetzen, sagte Gray.</p>
<p >Bis heute ist unklar, wie das menschliche Immunsystem eine HIV-Infektion abwehren kann. Die Hoffnungen der Impfstoff-Forschung liegen nun bei anderen Studien, allen voran bei der so genannten Mosaico-Studie. In dieser Studie setzt der Hersteller Janssen auf ein „Mosaik“ aus HIV-Genen, das bei früheren Tests eine Immunantwort bewirken konnte.</p>
<p >„Ein HIV-Impfstoff ist unerlässlich, wenn wir HIV überwinden wollen“, sagte Anthony S. <a title="Experimental HIV Vaccine Regimen Ineffective in Preventing HIV" href="https://www.niaid.nih.gov/news-events/experimental-hiv-vaccine-regimen-ineffective-preventing-hiv" target="_blank" rel="noopener">Fauci</a>, Direktor des US-amerikanischen Instituts für Allergien und ansteckende Krankheiten, NIAID, das gemeinsam mit dem MRC und der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung die 104 Millionen US-Dollar für die Studie trägt. Mitchell Warren, Direktor bei AVAC, einer zivilgesellschaftlichen Gruppe für die HIV-Prävention und ebenfalls Mitglied des DSMB, sagte „Dieser Rückschlag wird die Impfstoffforschung nicht verlangsamen. Es gibt derzeit mehr Produkte in Phase-1-Studien, als wir für lange Zeit hatten.”</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hiv-impfstoff-ruckschlag-5903/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hiv-impfstoff-ruckschlag-5903/</guid><pubDate>Tue, 04 Feb 2020 11:02:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1579855337_5e2aade9aff09.jpeg" length="87595" type="image/jpeg"/><title>Migrierende Menschen erwerben HIV oft erst in Europa</title><description>#HIV bei Menschen aus Hochprävalenzländern in Europa ist nicht immer #mitgebracht, sondern oft erst im europäischen Zielland erworben. In den letzten Jahren haben zahlreiche Studien nachgewiesen, dass viele HIV-Infektionen oft erst nach Jahren in Europa stattfinden.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Eigentlich ist es schon seit Jahren bekannt: HIV bei Menschen aus Hochprävalenzländern in Europa ist nicht immer mitgebracht, sondern oft erst im europäischen Zielland erworben. Darauf machen britische <a title="Busting the health tourism myth: Migrants face fresh HIV risk in Europe" href="https://www.politico.eu/article/migrants-hiv-risk-europe-health-tourism-myth/" target="_blank" rel="noopener">Medien</a> am Vorabend des Brexit aufmerksam.</p>
<p >„Früher glaubten wir, Zugewanderte mit HIV hätten das Virus in ihren Heimatländern erworben, bevor sie nach Europa kamen“, zitiert die Medienplattform „Politico“ den Wissenschaftler Teymur Noori vom Europäischen Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (ECDC). Doch in den letzten Jahren haben zahlreiche Studien nachgewiesen, dass viele Infektionen oft erst nach Jahren in Europa stattfinden.</p>
<p >Schon seit 2015 untersuchen Debora Alvarez aus Madrid und andere europäische Epidemiologie-Fachleute, woher die HI-Viren bei zugewanderten Menschen stammen. Nach einer 2017 von ihnen veröffentlichten Studie in acht EU-Ländern und der Schweiz haben sich 63 Prozent der Zugewanderten mit HIV nicht in ihren Heimatländern angesteckt.</p>
<p >„Politico“ nennt die Erkenntnis in seinem HIV-Dossier „unbequem“. Denn damit würde die Aussage des Brexit-Befürworters Nigel Farage widerlegt, nach der es sich bei vielen Zuwandernden um „Gesundheitstouristen“ handele. Stattdessen zeigten die Studien die hohen Risiken für MigrantInnen, die in Europa zu oft keinen Zugang zu Aufklärung und Versorgung erhalten.</p>
<p >Nach Angaben des ECDC stellen Menschen mit Migrationshintergrund 42 Prozent bei den neu festgestellten HIV-Diagnosen. Um HIV in Europa zu beenden, bleibe es „Europas Hauptaufgabe, Menschen, die nicht von ihrer HIV-Infektion wissen, Tests anzubieten. Und diejenigen mit einer Diagnose zu behandeln.“ Dazu müssen auch nach dem Brexit entsprechende Präventionsmaßnahmen angeboten werden, auch wenn die Programme erhebliche Herausforderungen zu bewältigen hätten.</p>
<p >„Unsere Kampagnen müssen zielgruppenspezifisch sein“, zitiert „Politico“ den Social-Media Verantwortlichen Takudzwa Mukiwa vom Terrence-Higgings-Trust, der größten HIV-Organisation in Großbritannien. „Sie sollen aber nicht die Vorurteile von Farage und Co. bedienen.“</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/migrieren-hiv-europa-5872/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/migrieren-hiv-europa-5872/</guid><pubDate>Fri, 24 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1579599585_5e26c6e1e5c6e.jpeg" length="74415" type="image/jpeg"/><title>Schotte mit HIV erkämpft Ausbildung als Verkehrspilot</title><description>James Bushe, 31, aus Glasgow in Schottland ist Europas erster Pilot, der seine Ausbildung mit #HIV abgeschlossen hat und nun Berufspilot sein kann. „Im Jahr 2020 gibt es keinen Platz mehr für HIV-Stigmatisierung.“</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Er hat lange dafür gekämpft, seine Ausbildung als Verkehrspilot zu machen. Jetzt hat er sie abgeschlossen und bekennt sich öffentlich zu seiner HIV-Infektion: James Bushe, 31, aus Glasgow in Schottland ist Europas erster Pilot, der seine Ausbildung mit HIV abgeschlossen hat und nun Berufspilot sein kann.</p>
<p >„Ich habe schon als Kind immer um den Fensterplatz gekämpft, jeden Penny für Flugstunden ausgegeben und von einer Flieger-Karriere geträumt“, schreibt Bushe, der schon mit 15 Kleinflugzeuge flog, bei <a title="@PilotAnthonyGLA" href="https://twitter.com/pilotanthonygla" target="_blank" rel="noopener">Twitter</a>. Über den Kurznachrichtendienst hatte er sich zuerst anonym als „Pilot Anthony“ an die Öffentlichkeit gewandt. Seit Mitte Januar zeigt er sich mit Namen und Bild im Internet und gibt Interviews. Denn er will seine Botschaft mit der Welt teilen: „Im Jahr 2020 gibt es keinen Platz mehr für HIV-Stigmatisierung.“</p>
<p >Bushe hat sich mit der Unterstützung von Aids-Einrichtungen und aus der Medizin gegen eine diskriminierende Regelung der Luftfahrtbehörden gewehrt. Danach durften ausgebildete Piloten weiterhin fliegen, wenn sie sich mit HIV infizierten, ansonsten aber alle Gesundheits- und Fitness-Test bestanden. Für die Ausbildung zum Piloten galt eine HIV-Infektion jedoch als Hindernis.</p>
<p >Dank Bushe hat sich das geändert. Seit er im Jahr 2014 von seiner HIV-Infektion erfuhr, glaubte er, HIV hätte keine negativen Auswirkungen auf sein Leben. Doch die Behörden verweigerten ihm 2017 das medizinische Attest, das für die Ausbildung erforderlich war. „Die Regularien der Luftfahrtbehörden zu HIV beruhen auf Studien aus den 1990-er und frühen 2000-er Jahren. Heute stellt eine erfolgreich behandelte HIV-Infektion kein Risiko für die Flugsicherheit dar“, sagte Bushe der britischen <a title="Europe's first HIV-positive commercial air pilot, 31, encourages others with the condition to 'follow their dreams' as he completes his training with Loganair following aviation law change" href="https://www.dailymail.co.uk/news/article-7881747/Europes-HIV-positive-commercial-pilot-James-Bushe-Pilot-Anthony-begins-Logan-Air.html" target="_blank" rel="noopener">Daily Mail</a>. Davon konnte er die Behörden schließlich überzeugen und bekam das notwendige Attest.</p>
<p >Nach Ansicht britischer <a title="A pilot made history by becoming the first HIV positive person to fly a commercial plane after challenging a discriminatory ban" href="https://www.insider.com/james-bushe-hiv-first-person-to-pilot-commercial-plane-2020-1" target="_blank" rel="noopener">Medien</a> schrieb Bushe am vergangenen Wochenende Luftfahrt-Geschichte, als er erstmals für die schottische Fluggesellschaft Loganair Passagiere von Glasgow auf die Äußeren Hebriden brachte. Doch Bushes Kampf gegen seine Stigmatisierung ist nicht vorbei. Noch immer gebe es in Europa Beschränkungen für Menschen mit HIV, die Pilot werden wollen. “HIV sollte im Jahr 2020 kein Hindernis bei der Berufswahl sein.“</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/ausbildung-hiv-verkehrspilot-5861/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/ausbildung-hiv-verkehrspilot-5861/</guid><pubDate>Tue, 21 Jan 2020 09:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1579264855_5e21ab57227db.jpeg" length="56510" type="image/jpeg"/><title>Deutlich weniger HIV-Infektionen im Vereinigten Königreich</title><description>Im Vereinigten Königreich ist die Zahl der neu festgestellten #HIV-Infektionen weiter gesunken. Den größten Anteil am Rückgang der #Infektionszahlen haben Männer, die Sex mit Männern haben. Bei ihnen sank die Zahl der neuen Infektionen von jährlich 2.800 im Jahr 2012 auf 800 im Jahr 2018.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Im Vereinigten Königreich ist die Zahl der neu festgestellten HIV-Infektionen weiter gesunken. Wie die zuständige Behörde <a title="HIV in the UK: towards zero HIV transmissions by 2030" href="https://www.gov.uk/government/news/hiv-in-the-uk-towards-zero-hiv-transmissions-by-2030" target="_blank" rel="noopener">Public Health England</a> (PHE) Mitte Januar bekannt gab, wurden im Jahr 2018 4.453 neue HIV-Infektionen gezählt. Das entspricht einem Rückgang von 29 Prozent seit dem Jahr 2014, als noch 6.278 neue HIV-Diagnosen gezählt wurden. Mit den Zahlen bestätigt sich der Trend der letzten Jahre. Der Bericht war wegen der Wahlen im Vereinigten Königreich nicht wie gewohnt im Dezember erschienen.</p>
<p >„Wir sind auf einem guten Weg, unser Ziel zu erreichen und bis zum Jahr 2030 neue HIV-Infektionen ausschließen zu können”, sagte Noel Gill, der zuständige Bereichsleiter bei PHE. Die Behörde führt den Rückgang bei den Infektionen auf den Erfolg der Präventionsanstrengungen zurück: „Das Vereinigte Königreich ist eines der wenigen Länder der Welt, das alle von UNAids mit der Formel 90-90-90 definierten Ziele erreicht und übertroffen hat.“ Von 103.800 Menschen mit HIV hätten im Jahr 2018 93 Prozent von ihrer Diagnose gewusst. Davon würden 97 Prozent mit einer HIV-Therapie behandelt und unter diesen wiederum seien bei 97 Prozent keine HI-Viren mehr nachweisbar.</p>
<p >Den größten Anteil am Rückgang der Infektionszahlen haben Männer, die Sex mit Männern haben: „Bei schwulen, bisexuellen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, sank die Zahl der neuen Infektionen von jährlich 2.800 im Jahr 2012 auf 800 im Jahr 2018.“ Das entspreche einem Rückgang um über 71 Prozent.</p>
<p >Die seit einigen Jahren kontinuierlich erfolgreiche Entwicklung führen AktivistInnen auch auf den Einsatz der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) zurück. Im Berichtszeitraum hätten im Vereinigten Königreich etwa 12.000 Menschen an PrEP-Studien oder -Programmen teilgenommen, weitere 5.000 hätten die prophylaktischen Medikamente online bezogen.</p>
<p >In Deutschland, Österreich und der Schweiz gingen die Zahl der HIV-Diagnosen ebenfalls zurück. Im Jahr 2018 wurden in Österreich 397 neue HIV-Diagnosen registriert – gegenüber 510 im Jahr 2017. Die Schweiz berichtet für 2018 von 425 neuen HIV-Diagnosen, was einem Rückgang um fünf Prozent zum Vorjahr entspricht. Für Deutschland werden 2.400 neue HIV-Infektionen für 2018 genannt, 2017 waren es 2.500 Neuinfektionen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hiv-im-vereinigten-konigreich-5853/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hiv-im-vereinigten-konigreich-5853/</guid><pubDate>Mon, 20 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1579163544_5e201f9818d20.jpeg" length="79612" type="image/jpeg"/><title>Wann kommt die Depotspritze?</title><description>Theoretisch könnten Menschen mit #HIV ihre Therapie schon heute umstellen. Und zwar von der täglichen Tabletteneinnahme auf eine intramuskuläre #Spritze im Monat. Doch Ende letzten Monats hat die US-amerikanische Behörde #FDA dem Medikament die #Zulassung verwehrt.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Theoretisch könnten Menschen mit HIV ihre Therapie schon heute umstellen. Und zwar von der täglichen Tabletteneinnahme auf eine intramuskuläre Spritze im Monat. Das entsprechende Verfahren hat sich in Studien als wirksam und sicher bewährt. Doch Ende letzten Monats hat die US-amerikanische Behörde <a title="ViiV Healthcare receives complete response letter from US FDA for use of investigational cabotegravir and rilpivirine long-acting regimen in the treatment of HIV" href="https://viivhealthcare.com/en-gb/media/press-releases/2019/december/complete-response-letter-from-us-fda/" target="_blank" rel="noopener">FDA</a> dem Medikament die Zulassung verwehrt.</p>
<p >Beantragt hatte die Zulassung das Pharma-Unternehmen Viiv Healthcare, das die beiden Unternehmen Glaxo-Smith-Kline (GSK) und Pfizer im Jahr 2009 gegründet haben. Zwar hatte die FDA nur formale Einwände gegen das Produktionsverfahren (Chemistry Manufacturing and Controls) und keinerlei Bedenken gegen den Wirkstoff an sich. Ob sich die Ablehnung in den USA auch auf die Zulassung in Europa auswirkt, ist noch unklar.</p>
<p >Bei der Depotspritze gegen HIV kommt eine Kombination aus den Wirkstoffen Cabotegravir und Rilpivirin zum Einsatz. Diese Zweier-Kombination aus einem so genannten Integrase-Inhibitor und einem Nonnukleosid-Inhibitor der reversen Transkriptase erwies sich bei erwachsenen Menschen mit HIV als ebenso wirksam wie die täglich zu schluckende Tablette aus den drei Substanzen Abacavir, Dolutegravir und Lamivudin.</p>
<p >Viiv und Janssen hatten die gemeinsam entwickelte Monatsspritze schon im Sommer 2017 bei der Internationalen Aids-Konferenz vorgestellt. Die Spritze böte neue Chancen beispielsweise für die Menschen mit HIV, die nach langer Therapiedauer eine so genannte Pillenmüdigkeit entwickeln. Wie Langzeitstudien zeigen, haben knapp ein Drittel (30 Prozent) der PatientInnen im Verlauf der lebenslang notwendigen antiretroviralen Therapie irgendwann „Schwierigkeiten, sich zu der täglichen Tabletteneinnahme zu motivieren“, berichtete die Pharmazeutische Zeitung (PZ).</p>
<p >Seit dem 10. Januar 2019 liegt der Europäischen Zulassungsbehörde EMA ein weiterer Antrag von Viiv vor. Das Unternehmen beantragt darin die Marktzulassung des Wirkstoffs Fostemsavir. Dabei handelt es sich um einen Attachment-Inhibitor, der in Kombination mit anderen antiretroviralen Substanzen vor allem bei multiresistenten HIV-Infektionen eingesetzt werden soll. Die EMA hat ein beschleunigtes Verfahren zugesagt.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hiv-therapie-depotspritze-5848/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hiv-therapie-depotspritze-5848/</guid><pubDate>Fri, 17 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1579163057_5e201db165f75.jpeg" length="67319" type="image/jpeg"/><title>Wir meinen das ernst. Aids-Hilfe NRW startet neue Kampagne</title><description>Das meinen wir ernst: „Sex geht auch ohne Gummi“, „Frauen haben Sex“ oder „Sex ist käuflich“. Mit bunten Haltungskarten will der Verband der nordrhein-westfälischen #Aids-Hilfen für mehr Aufmerksamkeit bei #HIV-relevanten Themen sorgen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Mit bunten Karten will der Verband der nordrhein-westfälischen Aids-Hilfen (AH NRW) für mehr Aufmerksamkeit bei HIV-relevanten Themen sorgen. In einer Rundmail erklärt der Verband seine Motive für die neue <a title="Wir wollen weiter daran arbeiten, unsere Gesellschaft zu verändern und zu gestalten!" href="http://www.ahnrw.de/aidshilfe-nrw/front_content.php?idcat=2638" target="_blank" rel="noopener">Kampagne</a>: „Wie kommt man mit politisch Verantwortlichen ins Gespräch, wenn es darum geht, auf Felder der Aidshilfearbeit detailliert einzugehen? Wie erregt man Aufmerksamkeit für Sachverhalte, über die alle meinen, mitreden zu können?“</p>
<p >Der deutschlandweite größte Landesverband von Aidshilfen will diese Fragen mit so genannten Haltungskarten angehen. Mit dem Slogan „Wir meinen das ernst!“ bezieht die AH NRW Stellung zu gesellschaftlichen Themen, die einen Bezug zu HIV haben.</p>
<p >„Sex geht auch ohne Gummi“, „Frauen haben Sex“ oder „Sex ist käuflich“ heißen drei von insgesamt zwölf Botschaften, die landesweit genutzt werden sollen. „Immer da, wo vertiefte Gespräche mit Politiker*innen, Kooperationspartner*innen und Sponsor*innen möglich sind.“</p>
<p >Neben den gedruckten Karten hat die AH NRW auch passende Inhalte für ihre Webseiten entworfen. Dort lässt sich nachlesen, was sich beispielsweise mit der Aussage „Gender ist kein Wahn“ verbindet: „Wenn nur über Männer gesprochen wird, wird entgegen aller noch so gut gemeinten Erklärungen nur an Männer gedacht. Wenn nur Männer und Frauen benannt sind, nur an Männer und Frauen. Wir denken auch an Menschen, die nicht in das Frau-Mann-Schema hineinpassen oder nicht hineinpassen wollen, wie Intersexuelle oder Transgender. Sprache soll kommunizieren, nicht diskriminieren.“</p>
<p >Den bisher zwölf Karten sollen weitere folgen.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/kampagne-aids-hilfe-nrw-ernst-5847/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/kampagne-aids-hilfe-nrw-ernst-5847/</guid><pubDate>Thu, 16 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1578559474_5e16e7f23f3da.jpeg" length="45246" type="image/jpeg"/><title>Diagnostika für Tuberkulose noch immer zu teuer</title><description>Mit einem offenen Brief mahnen 156 Organisationen und Einzelpersonen aus der Zivilgesellschaft preiswertere #Diagnostiktests für Tuberkulose (#TB) an. Das Schreiben richtet sich an das Unternehmen Cepheid, das neben TB-Tests auch Test-Kits für sexuell übertragbare Infektionen wie #HIV produziert.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Mit einem offenen Brief mahnen 156 Organisationen und Einzelpersonen aus der Zivilgesellschaft preiswertere Diagnostiktests für Tuberkulose an. Das Schreiben richtet sich an das us-amerikanische Unternehmen Cepheid, das neben Tuberkulose-Tests auch Test-Kits für sexuell übertragbare Infektionen wie HIV, HPV sowie Hepatitis B und C produziert.</p>
<p >In ihrem bereits zweiten offenen Brief rechnen die Organisationen dem Unternehmen vor, dass die aktuellen Kosten von knapp zehn US-Dollar für eine entsprechende Tuberkulose-Testkartusche doppelt so hoch wie nötig liegen. „Wir ersuchen Sie erneut, uns in einem genauen Plan darzulegen, wie Sie den Preis der Tests auf fünf US-Dollar senken werden,“ schreibt die <a title="Open Letter: Time to Lower the Price of Xpert Cartridges to $5" href="https://www.treatmentactiongroup.org/" target="_blank" rel="noopener">Treatment Action Group</a>, die das Protestschreiben koordinierte.</p>
<p >Die Tuberkulose gehörte nach einem <a title="Global tuberculosis report 2019" href="https://www.who.int/tb/publications/global_report/en/" target="_blank" rel="noopener">Bericht</a> der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch im Jahr 2018 mit 1,2 Millionen Todesfällen zu den zehn häufigsten Todesursachen der Welt. Von allen ansteckenden Krankheiten fordert sie die meisten Todesopfer. Der Tuberkelbazillus aus der Familie der Mykobakterien befällt zumeist die Lungen. Mit frühzeitiger Diagnose und modernen Medikamenten ist die Tuberkulose, kurz TB, leicht heilbar. Die meisten TB-Fälle verzeichnen Länder in Südostasien, wie Indien und Indonesien, sowie in Afrika. In Europa sind laut WHO vor allem Russland und andere osteuropäische Länder betroffen.</p>
<p >Zu den Unterzeichnenden des offenen Briefes gehören Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus Europa wie die European AIDS Treatment Group, die georgischen „Frauen für Gesundheit“ oder das Netzwerk Stopaids aus dem Vereinigten Königreich. Preisgünstigere TB-Tests sind vor allem deshalb erforderlich, weil mit ihnen die von der WHO für 2030 vorgegebenen Ziele erreichbarer werden. Dafür sollen in diesem Jahr die Tuberkulose-Fallzahlen um 20 Prozent gegenüber 2015 sinken, die Sterberaten um 35 Prozent.</p>
<p >Wie die NGO weiß auch Cepheid um die Bedeutung der Tests. „Durch einen präzisen und frühzeitigen TB-Nachweis lässt sich die Prävention der TB-Übertragung erheblich verbessern“, schreibt das Unternehmen auf seiner deutschen Webseite.</p>
<p >Cepheids Hauptquartier liegt im kalifornischen Silicon Valley. Das Unternehmen, das nach einer Sternengruppe benannt ist, hat eine Niederlassung in Deutschland. In der Schweiz läuft der Vertrieb von Cepheid-Produkten über die Firma Axon Lab und in Österreich über Biomedica Medizinprodukte.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/diagnostika-tuberkulose-teuer-5823/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/diagnostika-tuberkulose-teuer-5823/</guid><pubDate>Thu, 09 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1511363692_5a15946cc20af.jpeg" length="49191" type="image/jpeg"/><title>Schwerpunktheft aus der Sexualforschung zur HIV-PrEP</title><description>Die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (#DGfS) hat im Dezember 2019 ein Schwerpunktheft zur #HIV-PrEP herausgebracht. Das rund 60 Seiten umfassende Heft geht vielfältigen Fragestellungen zur oralen HIV-Präexpositionsprophylaxe mit Medikamenten (#PrEP) nach, vor allem aus dem Blickwinkel der Sexualwissenschaft.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) hat im Dezember 2019 ein <a title="Zeitschrift für Sexualforschung" href="https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/journal/10.1055/s-00000103" target="_blank" rel="noopener">Schwerpunktheft</a> zur HIV-PrEP herausgebracht. „Die neue Anti-HIV-Pille und ihre Folgen“ titelt die von Nicola Döring herausgegebene Sonderausgabe der Zeitschrift für Sexualforschung.</p>
<p >Das rund 60 Seiten umfassende Heft geht vielfältigen Fragestellungen zur oralen HIV-Präexpositionsprophylaxe mit Medikamenten (PrEP) nach, vor allem aus dem Blickwinkel der Sexualwissenschaft. Was ändert sich durch die PrEP? Was genau bedeuten Sicherheit, Risiko und Verantwortungsbewusstsein beim Sex? Wie sind Kosten, Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen?</p>
<p >Zwei Originalbeiträge eröffnen die Forschungsdebatte. Die infektionsepidemiologische Abteilung im Robert-Koch-Institut liefert einen Überblick zu Studienergebnissen und epidemiologischen Daten aus Deutschland und einigen Nachbarländern. Der zweite Originalbeitrag kommt von der Universität Ilmenau. Döring und ihr Team vom dortigen Institut für Medien und Kommunikationswissenschaften analysieren, wie die PrEP in deutschsprachigen Medien dargestellt wird. Einer ihrer Befunde: „Eine bessere Information der Allgemeinbevölkerung über die PrEP wäre wünschenswert.“</p>
<p >Ergänzt werden die Originalbeiträge durch einen Kommentar zur deutsch-österreichischen PrEP-Leitlinie von Stefan Nagel. Der Arzt und Psychoanalytiker würdigt die Leitlinie als hilfreich, diskutiert jedoch kritisch ein mögliches Zuviel bei den mit der PrEP verbundenen STI-Testungen.</p>
<p >Berichte aus der Praxis runden das Schwerpunktheft ab. Drei PrEP-Nutzende kommen selbst zu Wort, darunter auch eine Frau im Interview mit Holger Sweers von der Deutschen Aids-Hilfe. Aus der PrEP-Beratung berichtet Arne Kayser vom Walk-in-Ruhr-Zentrum in Bochum, die ärztliche Perspektive kommt vom Berliner HIV-Arzt Sven Schellberg. Kayser schildert die Vielfalt möglicher Motive für eine PrEP, Schellberg warnt vor einer „Medikalisierung schwuler Sexualität“.</p>
<p >Das Sonderheft zeigt auch bestehende Lücken und kommende Herausforderungen zum Thema PrEP auf. „Über die Voraussetzungen und Merkmale guter PrEP-Kommunikation wissen wir noch zu wenig“, resümiert Döring. Und fragt: „Sollte die PrEP nicht selbstverständlicher Bestandteil der Sexualaufklärung für alle sein?“</p>
<p >Die Zeitschrift für Sexualforschung ist peer-reviewed und erscheint als Organ der DGfS im Thieme-Verlag.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/sexualforschung-hiv-prep-5820/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/sexualforschung-hiv-prep-5820/</guid><pubDate>Tue, 07 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1511365992_5a159d68c57dd.jpeg" length="35977" type="image/jpeg"/><title>WHO widmet das Jahr 2020 den Hebammen und der Krankenpflege</title><description>Die Weltgesundheitsorganisation (#WHO) widmet das Jahr 2020 den Hebammen und der Krankenpflege. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betont: „In allen Ländern bilden Krankenpfleger und Hebammen das Grundgerüst der Gesundheitssysteme.“ Weltweit fehlen neun Millionen Menschen in der Krankenpflege und in der Geburtshilfe.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Die Weltgesundheitsorganisation (<a title="WHO" href="https://www.who.int/" target="_blank" rel="noopener">WHO</a>) widmet das Jahr 2020 den Hebammen und der Krankenpflege. „Menschen in der Krankenpflege und Hebammen retten Leben“, schreibt die WHO bei Twitter. Mit ihrer Widmung stellt sie 2020 als internationales Jahr diejenigen Menschen in den Mittelpunkt, die „unverzichtbar zur Gesundheitsförderung beitragen, zur Prävention und zur gesundheitlichen Grundversorgung.“</p>
<p >Weltweit fehlen, so die WHO, 18 Millionen Arbeitskräfte im Gesundheitswesen, davon allein neun Millionen Menschen in der Krankenpflege und in der Geburtshilfe. Nur mit ihrer Hilfe könne das Ziel „Gesundheit für alle“ bis 2030 erreicht werden. Den Termin hat die Weltgemeinschaft im dritten so genannten Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziel festgelegt.</p>
<p >WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betont: „In allen Ländern bilden Krankenpfleger und Hebammen das Grundgerüst der Gesundheitssysteme.“ Sie widmeten ihr Leben der Pflege von Müttern und Kindern, sie gäben lebensrettende Impfungen wie Gesundheitstipps, sie kümmerten sich um alte Menschen und um ganz alltägliche Gesundheitsnöte. „Oft sind sie die erste und einzige Gesundheitsversorgung für ihre Gemeinschaften.“</p>
<p >Laut WHO sind 70 Prozent der Arbeitskräfte im Sozial- und Gesundheitswesen Frauen, Krankenschwestern und Hebammen stellen einen Großteil. Eine weitere zentrale Botschaft lautet: Wo Hebammen wirksam in die Familienplanung und in die Versorgung von Schwangeren einbezogen sind, können sie über 80 Prozent der Todgeburten, der Sterbefälle im Kindbett sowie der Neugeborenensterblichkeit verhindern.</p>
<p >Seit Beginn der HIV-Epidemie spielen Menschen in der Krankenpflege und Hebammen eine wichtige Rolle – für die Versorgung von Menschen mit HIV, aber auch für das gesellschaftliche Klima. Denn sie entscheiden mit darüber, ob Menschen mit HIV vorurteilsfrei behandelt werden und Mütter mit HIV sicher entbinden können.</p>
<p >Anlass für das internationale Jahr der Hebammen und Pflegekräfte ist der 200. Geburtstag von Florence Nightingale. Die 1820 in London geborene Krankenschwester und Statistikerin gilt als Begründerin einer modernen und eigenständigen Krankenpflege.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/who-2020-hebamme-krankenpflege-5819/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/who-2020-hebamme-krankenpflege-5819/</guid><pubDate>Mon, 06 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1499059204_5959d40425067.jpeg" length="73308" type="image/jpeg"/><title>Menschen mit HIV haben höheren Bedarf an Medikamenten</title><description>Menschen mit #HIV benötigen über die antiretrovirale Therapie (#ART) hinaus weitere #Medikamente - und zwar mehr als entsprechende Vergleichsgruppen in der Allgemeinbevölkerung.  Besonders häufige Indikationen sind demnach Störungen des Fettstoffwechsels, eine geringe Knochendichte und psychische Erkrankungen.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Menschen mit HIV benötigen über die antiretrovirale Therapie (ART) hinaus weitere Medikamente - und zwar mehr als entsprechende Vergleichsgruppen in der Allgemeinbevölkerung. Das hat eine australische <a title="Comorbidity medications are dispensed to more people receiving antiretroviral therapy for HIV compared with the general population in Australia" href="https://www.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/AID.2019.0117" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> des Kirby Instituts der Universität von New South Wales gezeigt.</p>
<p >Die Forschungsgruppe um Nila Dharan fand heraus, dass vor allem die Begleiterkrankungen der HIV-Infektion und deren Therapie weitere Medikamente erforderlich machen. Besonders häufige Indikationen sind demnach Störungen des Fettstoffwechsels, eine geringe Knochendichte und psychische Erkrankungen.</p>
<p >Dharan und ihr Team haben repräsentative Daten zum Medikamentengebrauch ermittelt und mit denen von knapp 2.000 Menschen mit einer HIV-Therapie verglichen. Danach erhielten Menschen mit HIV nahezu doppelt so oft Medikamente gegen zu niedrigen Knochendichte und psychische Erkrankungen. Zudem lag die Zahl derjenigen, die mehr als zwei Medikamente für chronische Begleiterkrankungen erhielt, bei 19 Prozent und damit um signifikante drei Prozentpunkte über dem Wert für die Vergleichsgruppe aus der Allgemeinbevölkerung.</p>
<p >Die Unterschiede zwischen den verglichenen Gruppen bestanden auch, wenn nur Daten von über 55-Jährigen ausgewertet wurden.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/hiv-bedarf-medikamente-hoher-5815/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/hiv-bedarf-medikamente-hoher-5815/</guid><pubDate>Fri, 03 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1577714925_5e0a04ed5f170.png" length="756363" type="image/png"/><title>Europas STI-Kongress findet im September in Bukarest statt</title><description>Der 34. Europäische Kongress zu sexuell übertragbaren Infektionen (#STI) und #HIV/AIDS findet vom 3. bis 5. September 2020 in Rumäniens Hauptstadt Bukarest statt. Dort befasst sich die #IUSTI mit medizinischen, aber auch gezielt mit den sozialen und epidemiologischen Aspekten von STI einschließlich HIV.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Der 34. Europäische <a title="iusti congress 2020" href="https://www.iustibucharest2020.com/" target="_blank" rel="noopener">Kongress</a> zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und HIV/Aids findet vom 3. bis 5. September 2020 in Rumäniens Hauptstadt Bukarest statt. Im Bukarester Parlamentspalast treffen sich internationale STI-Fachleute aus medizinischen und anderen Disziplinen.</p>
<p >Die Veranstalterin, der europäische Zweig der International Union against STI (IUSTI), hatte ursprünglich Bochum als Veranstaltungsort geplant. Dort wird jedoch stattdessen vom 6. bis 9. Mai 2020 der deutsche STI-Kongress stattfinden. Bis 15. Januar können dafür noch Abstracts bei der Deutschen STI-Gesellschaft eingereicht werden.</p>
<p >Im Bukarester Parlamentspalast treffen sich internationale STI-Fachleute aus medizinischen und anderen Disziplinen. Die 1923 gegründete Fachgesellschaft IUSTI ist die älteste internationale Organisation, die sich den Umgang mit sexuell übertragbaren Infektionen zur Aufgabe gemacht hat. Dabei befasst sich die IUSTI auch gezielt mit den sozialen und epidemiologischen Aspekten von STI einschließlich HIV. Die Union ist beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen gelistet und berät die Weltgesundheitsorganisation (WHO).</p>
<p >Unter den ärztlichen Disziplinen sind in der IUSTI vor allem Fachrichtungen wie Dermato-Venerologie, Urogenitale und Infektionsmedizin, Gynäkologie, Urologie sowie Mundpathologie vertreten.</p>
<p >Der Kongress ist offen für Teilnehmende aus der Pflege, aus Patientenorganisationen sowie besonders für Nachwuchskräfte, die sich mit einem multidisziplinären Blick dem Thema STI widmen. „Der Kongress verspricht allen Teilnehmenden umfassende Fachkenntnisse“, heißt es in der Einladung. Registrierungen sind ab sofort möglich.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/europa-sti-kongress-bukarest-5814/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/europa-sti-kongress-bukarest-5814/</guid><pubDate>Thu, 02 Jan 2020 08:01:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1512657708_5a29532c58674.jpeg" length="82307" type="image/jpeg"/><title>Studie: Ehe für alle senkt Selbstmordrate bei Homosexuellen</title><description>In Ländern, in denen die Ehe auch für Menschen des gleichen Geschlechts möglich ist, sinkt die Selbstmordrate. Das hat eine Langzeitstudie ergeben, die Daten von mehr als 28.000 schwulen und lesbischen Menschen in Dänemark und Schweden auswertete.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >In Ländern, in denen die Ehe auch für Menschen des gleichen Geschlechts möglich ist, sinkt die Selbstmordrate. Das hat eine <a title="Suicide among persons who entered same-sex and opposite-sex marriage in Denmark and Sweden, 1989–2016: a binational, register-based cohort study" href="https://jech.bmj.com/content/74/1/78.full" target="_blank" rel="noopener">Langzeitstudie</a> ergeben, die Daten von mehr als 28.000 schwulen und lesbischen Menschen in Dänemark und Schweden auswertete. Danach sank dort mit der Einführung der „Ehe für alle“ die Selbstmordrate unter Homosexuellen mit 46 Prozent um fast die Hälfte.</p>
<p >Das Forschungsteam um Annette Erlangsen vom dänischen Zentrum für seelische Gesundheit in Kopenhagen hat Daten von homosexuellen Paaren in Dänemark und Schweden aus den Jahren 1989 bis 2016 zusammengetragen. Dänemark hatte 1989 als erstes Land der Welt die eingetragene Lebenspartnerschaft eingeführt, seit 2012 gilt dort die Ehe für alle. In Schweden regelt ein Gesetz die Ehe für alle seit 2009.</p>
<p >„Verheiratet zu sein, schützt vor Selbstmord“, sagte Erlangsen; die seit 2003 zum Thema Selbstmord forscht, der Nachrichtenagentur Reuters. Den Rückgang der Selbstmordrate führt ihr Forschungsteam auf die sinkende Stigmatisierung von Homosexuellen zurück: „Die Heirat gleichgeschlechtlicher Paare zu legalisieren und andere gesetzliche Unterstützungsmaßnahmen könnten die Stigmatisierung sexueller Minderheiten tatsächlich verringern." Die Studie wurde Ende November im Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlicht.</p>
<p >In Deutschland wurde die Ehe für schwule und lesbische Paare im Oktober 2017 rechtlich möglich, in Österreich Anfang 2019. In der Schweiz gibt es seit 2007 ein Partnerschaftsgesetz, jedoch bisher kein Recht auf Eheschließung.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/ehe-fur-alle-selbstmordrate-5813/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/ehe-fur-alle-selbstmordrate-5813/</guid><pubDate>Tue, 31 Dec 2019 07:12:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1577778884_5e0afec4674d0.jpeg" length="185235" type="image/jpeg"/><title>Merry Christmas and Happy New Year!</title><description>Dear friends,

With all our heart we wish you Merry Christmas and Happy New Year!

We wish you the implementation of the planned, new creative projects, pleasant surprises and great news. Let colleagues, friends and people close to you will always be there. Good luck to you in the New Year!

Team Life4me+</description><content:encoded><![CDATA[ <p>Dear friends,</p>
<p>With all our heart we wish you Merry Christmas and Happy New Year!</p>
<p>We wish you the implementation of the planned, new creative projects, pleasant surprises and great news. Let colleagues, friends and people close to you will always be there. Good luck to you in the New Year!</p>
<p>Team Life4me+</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/5817/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/5817/</guid><pubDate>Tue, 31 Dec 2019 07:12:00 +0000</pubDate></item><item><enclosure url="http://s3.eu-central-1.amazonaws.com/life4me.plus/mobile/photos/1511367363_5a15a2c371f05.jpeg" length="29331" type="image/jpeg"/><title>Risiko für HIV-Therapie: Depression, Armut, Rauchen, Alkohol</title><description>#Alkoholkonsum, Rauchen und ein niedriges Einkommen sind Faktoren, die die Therapietreue bei Menschen mit einer #HIV-Therapie negativ beeinflussen. Zudem wirken sich #Depressionen nachteilig auf die regelrechte Einnahme der HIV-Medikamente aus. Vor allem Frauen und Menschen mit geringem Einkommen weisen depressive Symptome auf.</description><content:encoded><![CDATA[ <p >Alkoholkonsum, Rauchen und ein niedriges Einkommen sind Faktoren, die die Therapietreue bei Menschen mit einer HIV-Therapie negativ beeinflussen. Das hat eine brasilianische <a title="Forschungsgruppe " href="https://www.researchgate.net/scientific-contributions/2056209251_Caio_Cavassan_de_Camargo" target="_blank" rel="noopener">Forschungsgruppe</a> der Universität von Sao Paulo ermittelt. Zudem wirken sich Depressionen nachteilig auf die regelrechte Einnahme der HIV-Medikamente aus. Vor allem Frauen und Menschen mit geringem Einkommen wiesen depressive Symptome auf.</p>
<p >In der untersuchten Gruppe von 112 Menschen mit HIV hatten, so die Studie, 89 Prozent keine nachweisbaren HI-Viren im Blut. Dennoch berichteten zwei Drittel von ihnen eine niedrige Adhärenz, also fehlende Therapietreue.</p>
<p >Die Therapietreue, also die dauerhafte und regelrechte Einnahme der HIV-Medikamente, beugt Resistenzbildungen sowie einem Fortschreiten der Erkrankung vor. Außerdem verhindert eine erfolgreiche Therapie weitere Ansteckungen.</p>
<p >Die Forschergruppe ermittelte auch, welche Faktoren sich positiv auf die Therapietreue auswirkten. Demnach nutzen die Befragten vor allem Bewältigungsstrategien wie Selbstkontrolle, Unterstützung durch das soziale Umfeld, Problemlösungsstrategien und positive Neubewertungen, um sich an die Therapievorgaben zu halten.</p> ]]></content:encoded><link>/de/news/risiko-hiv-therapie-depression-5812/</link><guid isPermaLink="true">/de/news/risiko-hiv-therapie-depression-5812/</guid><pubDate>Mon, 30 Dec 2019 13:12:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>